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Haar PRP

30.03.2019 11.07.2026 Prof. Dr. Hayati AKBAŞ 15 Min. Lesezeit
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Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Autor
Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Plastik, Rekonstrüktif ve Estetik Cerrahi Uzmanı

Prof. Dr. Hayati AKBAŞ hat viele wissenschaftliche Studien, Artikel in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, und viele wissenschaftliche Studien werden auf na...

Bei vielen Menschen, die sich mit Haarausfall auseinandersetzen, taucht irgendwann dasselbe Foto auf: eine Aufnahme von vor einigen Jahren, auf der das Haar noch dichter war. Genau dieses Gefühl steht meist am Anfang, wenn jemand beginnt, sich über PRP zu informieren. Noch ist von einer Glatze keine Rede, aber das Haar hat sichtbar an Fülle verloren, und im Kamm bleiben mehr Haare zurück als früher. In dieser Zwischenphase stellt sich vor allem eine Frage: Gibt es einen Weg, das eigene Haar zu kräftigen, ohne gleich zu operieren?

PRP ist eine der Anwendungen, die genau auf diese Frage antworten. Im Netz steckt sie allerdings zwischen zwei Extremen fest: Auf der einen Seite wird sie als „Wunderkur“ gegen Haarausfall vermarktet, auf der anderen als wirkungslos abgetan. Die Wahrheit liegt – wie so oft beim Thema Haar – irgendwo dazwischen.

Auf dieser Seite versuchen wir, PRP ohne Übertreibung einzuordnen: was es leisten kann, was nicht, wem es hilft und bei wem es Erwartungen enttäuscht. Das Ziel ist, dass Sie nicht mit dem Satz „Machen Sie mir PRP“ in die Sprechstunde gehen, sondern mit den richtigen Fragen.

Saç PRP - Doç. Dr. Hayati Akbaş Yönetiminde

Was ist PRP?

PRP steht für Platelet Rich Plasma, also thrombozytenreiches Plasma. Dabei wird aus dem eigenen Blut ein Plasma gewonnen, dessen Thrombozytenanteil deutlich höher liegt als im normalen Blut, und dieses anschließend in die Kopfhaut injiziert.

Der Grundgedanke dahinter: Thrombozyten sind nicht nur die Zellen, die das Blut gerinnen lassen. Sie tragen eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren in sich, die Wundheilung und Gewebereparatur in Gang setzen. Repariert der Körper eine Stelle, schickt er ohnehin genau diese Zellen dorthin. PRP zielt darauf ab, dieses natürliche Reparatursignal zu konzentrieren und direkt in die Hautschicht zu bringen, in der die Haarwurzeln liegen.

Eine wichtige Unterscheidung sollte hier gleich zu Beginn stehen: PRP erzeugt kein Haar. Wird PRP auf eine Region aufgetragen, die keine Haarwurzeln mehr besitzt und völlig kahl ist, wächst dort kein neues Haar. Die Zielgruppe von PRP sind Haare, deren Wurzel noch vorhanden, aber geschwächt und ausgedünnt ist – also bereits miniaturisiert. Eine schlafende Wurzel lässt sich anregen, eine abgestorbene nicht.

Deshalb ist es am treffendsten, PRP nicht als „Haarwachstumsmethode“ zu verstehen, sondern als Verfahren, das vorhandenes Haar unterstützt und den Haarausfall verlangsamen soll.

Keine Operation, sondern eine injektionsbasierte Anwendung

PRP wird häufig mit der Haartransplantation verwechselt, dabei handelt es sich um etwas ganz anderes. Es gibt keinen Schnitt, keine Naht, es werden keine Grafts entnommen. Blut wird abgenommen, in der Zentrifuge aufgetrennt, und das gewonnene Plasma wird mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gegeben. Die Anwendung erfolgt ambulant; in der Regel kehrt man noch am selben Tag in den Alltag zurück. Diese Abgrenzung ist wichtig, denn Darstellungen, die PRP als „Haartransplantation ohne Operation“ verkaufen, wecken von Anfang an eine falsche Erwartung.

Wie läuft Haar-PRP ab?

Die Anwendung ist in einer einzigen Sitzung abgeschlossen und dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Schritte sehen so aus:

  • Aus dem Arm werden, ganz wie bei einer routinemäßigen Blutabnahme, durchschnittlich 10 bis 20 ml Blut entnommen.
  • Das Blut kommt in speziellen Röhrchen in die Zentrifuge. Das Gerät dreht es rasch und trennt die Bestandteile nach ihrer Dichte: Die roten Blutkörperchen setzen sich unten ab, oben bleibt das thrombozytenreiche Plasma.
  • Diese Plasmaschicht wird gesondert abgenommen. Da die gewonnene Flüssigkeit aus dem eigenen Blut stammt, ist sie kein „körperfremder Stoff“.
  • In den Bereichen mit Haarausfall wird die Kopfhaut mit sehr feinen Nadeln oberflächlich und in Abständen von wenigen Millimetern injiziert. Vorab kann die Region gekühlt oder eine anästhesierende Creme aufgetragen werden, um das Unbehagen zu verringern.

Während der Behandlung spürt man ein leichtes Stechen an den Einstichstellen und ein kurzes Spannungsgefühl in der Kopfhaut. Die meisten empfinden das als gut erträglich; bei niedriger Schmerzschwelle lässt sich der Komfort mit einer topischen Betäubung erhöhen.

Lässt PRP Haare wachsen?

Das ist die am häufigsten gestellte und zugleich am häufigsten falsch beantwortete Frage rund um PRP. Sagen wir es klar: PRP lässt in einem Bereich ohne Haar kein neues Haar wachsen.

Die von vielen erhoffte „Wiederbehaarung“ einer seit Langem kahlen Zone, in der die Wurzeln verloren sind, ist allein durch eine Haartransplantation möglich. PRP hat diese Kraft nicht, und man sollte keiner Darstellung trauen, die das verspricht.

Der realistische Beitrag von PRP ist folgender: Es unterstützt den Zyklus von Haaren, deren Wurzel noch lebt, die aber an Kraft zu verlieren beginnen. So versucht es, den Ausfall zu verlangsamen und dazu beizutragen, dass die vorhandenen Haare kräftiger und widerstandsfähiger nachwachsen. Es zielt also darauf, Vorhandenes zu erhalten und zu stärken – nicht darauf, aus dem Nichts etwas zu erschaffen.

In der wissenschaftlichen Literatur gibt es positive Arbeiten zur unterstützenden Wirkung von PRP beim androgenetischen (erblich bedingten) Haarausfall bei Frauen und Männern. Da die Protokolle – Aufbereitung des Blutes, Zahl der Sitzungen, Abstände – jedoch von Zentrum zu Zentrum variieren, fallen auch die Ergebnisse unterschiedlich aus. Das bedeutet nicht, dass PRP nichts bringt, sondern dass es nicht bei jedem im gleichen Maß und nicht garantiert wirkt.

Für wen ist PRP geeignet?

Am ehesten profitieren in der Regel folgende Profile:

  • Menschen, deren Haar dünner und schütterer geworden ist, aber noch keine deutlichen kahlen Stellen aufweist
  • Personen mit erblich bedingtem (androgenetischem) Haarausfall im frühen bis mittleren Stadium, bei Mann und Frau
  • Menschen mit vorübergehend verstärktem Haarausfall (telogenes Effluvium) nach Geburt, Stress, fieberhafter Erkrankung oder Diät
  • Wer eine Haartransplantation plant und sein vorhandenes Haar vor und nach dem Eingriff stärken möchte
  • Wer eine ergänzende Anwendung zur medikamentösen Therapie (etwa Minoxidil) sucht

PRP ist für sich genommen keine „Komplettlösung“. Den sinnvollsten Beitrag leistet es meist gemeinsam mit anderen Therapien, als Teil eines Ganzen. Wem in welcher Kombination es hilft, lässt sich erst nach einer Untersuchung der Kopfhaut und der Abklärung der Ursache des Haarausfalls entscheiden.

Bei wem wird PRP nicht durchgeführt?

Weil das eigene Blut verwendet wird, ist PRP im Allgemeinen gut verträglich. Zu sagen „bei jedem und unter allen Umständen machbar“ wäre dennoch falsch. In manchen Fällen wird die Anwendung verschoben oder gar nicht empfohlen:

  • Bluterkrankungen sowie Störungen der Thrombozytenzahl oder -funktion (weil die Wirkung von PRP auf den Thrombozyten beruht)
  • Blutungs- und Gerinnungsstörungen sowie die Einnahme von Blutverdünnern, die nicht pausiert werden können
  • Aktive Infektionen oder eine Hautinfektion im Behandlungsareal, entzündliche Akne, aktive Schuppenflechte oder Ekzeme
  • Schwangerschaft und Stillzeit, da hierzu keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen, wird meist abgeraten
  • Unkontrollierte chronische Erkrankungen (etwa ein schlecht eingestellter Diabetes)
  • Laufende aktive Krebstherapie
  • Bei immunbedingtem Haarausfall wie kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) muss zuerst die Art des Ausfalls korrekt bestimmt werden

Diese Liste deckt nicht jeden denkbaren Fall ab. Ob PRP für Sie infrage kommt, lässt sich nicht entscheiden, ohne dass Ihre Medikamente, früheren Erkrankungen und Ihr aktueller Gesundheitszustand in der Sprechstunde beurteilt wurden.

Untersuchung und Planung: Warum zuerst die Ursache abgeklärt wird

Bevor man mit PRP beginnt, lautet die eigentliche Frage nicht „Wie viele Sitzungen machen wir?“, sondern „Warum fällt dieses Haar aus?“. Denn bei manchen Formen des Haarausfalls leistet PRP einen sinnvollen Beitrag, während es bei einem zugrunde liegenden Mangel oder einer Erkrankung allein nicht ausreicht.

Zu einer guten Beurteilung gehören in der Regel folgende Schritte:

Die Kopfhaut wird mit dem Dermatoskop untersucht. Der Anteil feiner (miniaturisierter) Haare, die Wurzeldichte und das Muster des Ausfalls werden beurteilt – das ist einer der stärksten Hinweise darauf, wie wahrscheinlich PRP anschlagen wird.

Falls erforderlich, werden Blutuntersuchungen veranlasst. Geprüft werden Eisen und Ferritin, Schilddrüsenhormone, Vitamin D, B12 und bei Bedarf Hormonwerte. Es gibt viele Menschen, bei denen der Haarausfall deutlich zurückgeht, sobald ein einfacher Eisenmangel ausgeglichen ist; ein PRP ohne diese Korrektur wäre ein unvollständiger Plan.

Die Art des Ausfalls wird unterschieden. Ob es sich um androgenetischen, vorübergehenden (telogenen) Haarausfall oder ein Bild wie kreisrunden Haarausfall handelt, ändert das Vorgehen vollständig. PRP tut nicht bei jedem Haarausfall dasselbe.

Über die Erwartung wird gesprochen. Was PRP leisten kann und was nicht, wird von Anfang an geklärt – das ist der Schritt, der eine spätere Enttäuschung am ehesten mindert.

PRP oder Mesotherapie? Wann was?

Diese beiden Anwendungen werden oft füreinander gehalten, dabei unterscheiden sie sich grundlegend. Der größte Unterschied liegt im Inhalt: Bei PRP ist der in die Kopfhaut gegebene Stoff das aus dem eigenen Blut gewonnene Plasma. Die Mesotherapie dagegen ist das Injizieren extern vorbereiteter Mischungen aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und verschiedenen Wirkstoffen in die Kopfhaut.

Die folgende Tabelle stellt die beiden Verfahren gegenüber; sie sind allerdings keine Konkurrenten, sondern ergänzen einander häufig.

MerkmalHaar-PRPHaar-Mesotherapie
Zugeführter StoffAus dem eigenen Blut gewonnenes PlasmaExtern vorbereitete Vitamin-Mineral-Aminosäure-Mischung
HerkunftAutolog (aus der eigenen Person)Fertige Lösungsbestandteile
Allergie-/VerträglichkeitsrisikoGering, da eigenes BlutJe nach Inhaltsstoffen unterschiedlich
Blutabnahme vorabErforderlichNicht erforderlich
Typisches ZielDen Wurzelzyklus mit Wachstumsfaktoren unterstützenDer Haarwurzel direkt Nähr- und Wirkstoffe zuführen
SitzungslogikAls Kur, danach ErhaltungAls Kur, danach Erhaltung

Welches Verfahren besser passt, hängt von der Art des Ausfalls, dem Zustand der Kopfhaut und der allgemeinen Gesundheit ab. Bei manchen Menschen lassen sich beide abwechselnd oder gemeinsam planen. Die Entscheidung stützt sich auf die Untersuchungsbefunde; eine pauschale Rangfolge nach dem Muster „das eine ist dem anderen überlegen“ ist nicht sachgerecht.

Wie viele Sitzungen sind bei PRP nötig?

PRP ist keine einmalige Behandlung, sondern wird als Kur angelegt. Verbreitet ist ein Vorgehen mit einer anfangs dicht aufeinanderfolgenden Sitzungsreihe und anschließend selteneren Erhaltungssitzungen.

Ein häufig verwendeter Plan lässt sich so zusammenfassen:

  • Anfangskur: meist 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von etwa 2 bis 4 Wochen. Ziel ist, den Wachstumsfaktor-Reiz wiederholt zu setzen und so den Wurzelzyklus zu unterstützen.
  • Erhaltungsphase: Nach Abschluss der Anfangskur kann zur Sicherung des Erreichten meist eine Wiederholung alle 4 bis 6 Monate empfohlen werden.

Diese Zahlen bilden einen Durchschnittsrahmen, kein festes Protokoll. Zahl und Abstand der Sitzungen werden je nach Art des Ausfalls, dem Ansprechen der Kopfhaut und der ärztlichen Einschätzung individuell festgelegt. Bei manchen reichen weniger Sitzungen, bei anderen ist die Erhaltung häufiger nötig.

Ein wichtiger Punkt: Der Beitrag von PRP zeigt sich tendenziell deutlicher, solange die Sitzungen fortgeführt werden. Wird die Erhaltung ausgesetzt und läuft der zugrunde liegende Prozess weiter, kann der erzielte Effekt mit der Zeit nachlassen. Deshalb ist es realistischer, PRP nicht als „einmal machen und für immer vergessen“ zu sehen, sondern als Teil einer regelmäßigen Pflege.

Wann zeigen sich die Ergebnisse von PRP?

Geduld ist bei PRP der realistischste Rat. Es ist keine Anwendung, die schon am Tag nach der ersten Sitzung einen Unterschied macht; da der Haarzyklus über Monate läuft, verlaufen auch die Veränderungen schrittweise.

Der grob zu erwartende Verlauf sieht so aus:

  • Erster Monat: Eine deutliche sichtbare Veränderung ist nicht zu erwarten. Bei manchen kann der Ausfall in den ersten Wochen vorübergehend zunehmen; das hängt meist mit dem Synchronisieren des Zyklus zusammen und ist nicht von Dauer.
  • 2. bis 3. Monat: Bei den meisten ist der erste bemerkbare Effekt eine Verlangsamung des Ausfalls. Weniger Haare in Kamm und auf dem Kissen sind das früheste Signal.
  • 3. bis 6. Monat: In dieser Phase können eine Verdickung der vorhandenen Haare, ein volleres Gefühl der Kopfhaut und ein Erholen der ausgedünnten Haare sichtbar werden.
  • Ab dem 6. Monat: Die Gesamtwirkung der Anfangskur lässt sich jetzt klarer beurteilen; mit der Erhaltung wird versucht, sie zu bewahren.

Dieser Zeitplan bildet einen durchschnittlichen Verlauf ab. Das Ansprechen ist von Mensch zu Mensch verschieden; nicht bei jedem stellt sich das Ergebnis im gleichen Tempo und im gleichen Ausmaß ein. Am ehrlichsten lässt sich PRP so beschreiben: eine unterstützende Anwendung, die den Ausfall verlangsamen und das vorhandene Haar stärken kann und deren Ergebnisse variieren.

PRP in Kombination mit der Haartransplantation

Eine der wohl etabliertesten Einsatzmöglichkeiten von PRP ist die Planung gemeinsam mit der Haartransplantation. Hier sind zwei getrennte Beiträge gemeint.

Erstens die Unterstützung der vorhandenen Haare vor und während des Verlaufs. Die Haartransplantation bringt neue Wurzeln in die kahle Zone; die umliegenden natürlichen, geschwächten Haare können jedoch weiter ausfallen. PRP versucht, diese vorhandenen Haare zu stärken, und will so dazu beitragen, dass das Gesamtbild nach dem Eingriff stimmiger bleibt.

Zweitens die Unterstützung des Heilungsprozesses der Kopfhaut in der Zeit nach dem Eingriff. Manche Ärztinnen und Ärzte ergänzen die Nachsorge mit PRP, um im Bereich der verpflanzten Grafts die Heilung und den Wurzelzyklus zu unterstützen. Die Protokolle dafür variieren von Zentrum zu Zentrum, und Studien zur Wirkung dauern an; man sollte dies daher nicht als Schritt sehen, der den Erfolg der Transplantation garantiert, sondern als Option, die den Verlauf unterstützen soll.

Kurz gesagt sind PRP und Haartransplantation keine Konkurrenten, sondern zwei Werkzeuge mit unterschiedlichen Aufgaben: Die Transplantation bringt neue Wurzeln ein, PRP versucht, Vorhandenes zu unterstützen. Wie beide gemeinsam geplant werden, wird in der Sprechstunde entschieden.

Nebenwirkungen und Risiken von PRP

Da bei PRP das eigene Blut verwendet wird, ist das Risiko einer allergischen Reaktion oder der Übertragung ansteckender Krankheiten gering – „gar kein Risiko“ zu sagen wäre jedoch falsch. Jeder Injektionsvorgang hat seine eigenen, meist vorübergehenden Nebenwirkungen.

Häufig und in der Regel von selbst rasch abklingend sind:

  • Rötung, leichte Schwellung und Empfindlichkeit an den Einstichstellen
  • Kleine Blutergüsse durch die Nadeleinstiche
  • Ein Spannungsgefühl der Kopfhaut oder Kopfschmerzen in den ersten Stunden nach der Behandlung
  • Vorübergehender Juckreiz

Seltener, aber möglich sind:

  • Eine Infektion an der Einstichstelle (sterile Bedingungen senken dieses Risiko)
  • Eine vorübergehende Veränderung des Gefühls durch den Eingriff
  • Eine vasovagale Reaktion (nadelbedingter Schwindel oder Ohnmachtsgefühl)

Die meisten dieser Nebenwirkungen gehen innerhalb weniger Tage zurück. Bemerken Sie jedoch zunehmende Schmerzen, sich ausbreitende Rötung, Ausfluss oder Fieber, sollten Sie sich ohne zu warten an das Zentrum wenden, in dem der Eingriff erfolgt ist. Das Sicherheitsprofil von PRP ist insgesamt gut; dennoch ist es wie bei jeder medizinischen Anwendung entscheidend, dass sie unter geeigneten Bedingungen und ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird.

Worauf ist nach PRP zu achten?

Die Nachsorge ist einfach, doch ein paar Punkte zu beachten, erhöht den Komfort und hilft der Region, in Ruhe zu heilen.

  • Haarwäsche: Bei den meisten Anwendungen wird empfohlen, die Kopfhaut am ersten Tag ungewaschen zu lassen. Am Folgetag kann sie mit lauwarmem Wasser sanft gewaschen werden – ohne Reiben, ohne Kratzen mit den Nägeln. Die genaue Dauer gibt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt an.
  • Hitze und Schwitzen: Am Behandlungstag sollten Sauna, Dampfbad und stark schweißtreibender Sport gemieden werden, meist für die ersten 24 bis 48 Stunden.
  • Sonne und Solarium: Am ersten Tag ist es gut, direkte intensive Sonneneinstrahlung zu meiden.
  • Chemische Behandlungen: Für Haarfärbung, Keratin oder Dauerwelle wird empfohlen, einige Tage zu warten.
  • Alkohol und Blutverdünner: Um die Neigung zu Blutergüssen und Blutungen zu verringern, sollte in der Zeit vor und nach dem Eingriff auf Alkohol verzichtet und die Einnahme blutverdünnender Medikamente unbedingt der Ärztin oder dem Arzt mitgeteilt werden.

Diese Empfehlungen bilden einen allgemeinen Rahmen; die für Sie geltenden Anweisungen erteilt das behandelnde Team und diese haben Vorrang.

Beständigkeit: Wie lange hält die Wirkung von PRP?

Das Ergebnis von PRP ist nicht wie bei der Haartransplantation „einmal gemacht und dauerhaft an Ort und Stelle“. PRP stoppt den zugrunde liegenden Prozess des Haarausfalls nicht; es versucht, ihn zu verlangsamen und das vorhandene Haar zu unterstützen. Da der androgenetische Haarausfall genetisch und hormonell bedingt und fortschreitend ist, kann dieser Prozess nach dem Absetzen von PRP dort weiterlaufen, wo er stehen geblieben war.

Der Weg, den Beitrag von PRP zu erhalten, führt deshalb über die Regelmäßigkeit der Erhaltungssitzungen. Wird die Anwendung ausgesetzt, kann die erzielte Unterstützung mit der Zeit nachlassen. Das sollte man nicht als Mangel, sondern als Wesen des Verfahrens verstehen: PRP ist eine „Pflege“-Anwendung, keine dauerhafte „Reparatur“.

Auf lange Sicht ist es am realistischsten, PRP nicht als alleinige Lösung zu sehen, sondern als Teil eines ganzheitlichen Plans – gemeinsam mit medikamentöser Therapie, richtiger Haarpflege, bei Bedarf einer Haartransplantation und regelmäßiger Kontrolle. Welche Kombination für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand der Art und des Stadiums Ihres Haarausfalls.

Häufig gestellte Fragen zu Haar PRP

Verbreitet ist eine Anfangskur mit 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, gefolgt von einer Erhaltungssitzung alle 4 bis 6 Monate. Das ist ein Durchschnittsrahmen; die genaue Zahl und der Abstand der Sitzungen werden je nach Art des Ausfalls und dem Ansprechen der Kopfhaut ärztlich festgelegt.
PRP stoppt den zugrunde liegenden Haarausfall nicht, sondern versucht ihn zu verlangsamen. Der erzielte Beitrag wird deshalb über Erhaltungssitzungen bewahrt. Wird die Anwendung ausgesetzt und läuft der Prozess weiter, kann die Unterstützung mit der Zeit nachlassen. Die regelmäßige Wiederholung gehört zum Wesen des Verfahrens.
Blut- und Gerinnungserkrankungen, Störungen der Thrombozytenzahl oder -funktion, nicht pausierbare Blutverdünner, aktive Infektionen, unkontrollierte chronische Erkrankungen, eine laufende Krebstherapie sowie in der Regel Schwangerschaft und Stillzeit sind die wichtigsten Situationen, in denen PRP verschoben oder nicht empfohlen wird. Die endgültige Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt nach Untersuchung und nötiger Abklärung.
Nein. PRP lässt in einem Bereich ohne Haar, in dem die Wurzeln verloren sind, kein neues Haar wachsen. Es zielt darauf, geschwächte Haare mit noch lebender Wurzel zu unterstützen. Eine Wiederbehaarung völlig kahler Zonen ist allein durch eine Haartransplantation möglich.
Da Ihr eigenes Blut verwendet wird, ist das Risiko einer Allergie oder ansteckenden Krankheit gering. Am häufigsten sind Rötung, leichte Schwellung, Empfindlichkeit und kleine Blutergüsse an den Einstichstellen; sie gehen meist innerhalb weniger Tage zurück. Infektionen und vasovagale Reaktionen sind seltener.
Bei den meisten Anwendungen bleibt das Haar am Behandlungstag ungewaschen und kann am Folgetag mit lauwarmem Wasser sanft gewaschen werden. In den ersten 24 bis 48 Stunden sollten Sauna, Dampfbad, stark schweißtreibender Sport und direkte intensive Sonne gemieden werden. Die genauen Anweisungen gibt das behandelnde Team.
Der grundlegende Unterschied liegt im Inhalt: Bei PRP wird aus dem eigenen Blut gewonnenes Plasma gegeben, bei der Mesotherapie eine extern vorbereitete Vitamin-Mineral-Mischung. Keines ist dem anderen absolut überlegen; was geeignet ist, hängt von der Art des Ausfalls und dem Zustand der Kopfhaut ab, mitunter werden beide gemeinsam geplant.
Meist ist der erste bemerkbare Effekt im 2. bis 3. Monat eine Verlangsamung des Ausfalls. Eine Verdickung der Haare und ein volleres Gefühl können im 3. bis 6. Monat deutlicher werden. Das Ansprechen ist von Mensch zu Mensch verschieden, und da der Haarzyklus über Monate läuft, ist Geduld nötig.
Während der Behandlung spürt man ein leichtes Stechen an den Einstichstellen und ein kurzes Spannungsgefühl der Kopfhaut. Die meisten empfinden das als gut erträglich; bei niedriger Schmerzschwelle lässt sich der Komfort mit einer betäubenden Creme oder Kühlung erhöhen.
Ja, das ist ein häufiges Vorgehen. Es kann geplant werden, um vor und während des Verlaufs das vorhandene Haar zu unterstützen und in der Zeit nach dem Eingriff die Heilung der Kopfhaut zu fördern. Wie beides verbunden wird, entscheidet sich in der Sprechstunde.
PRP ist keine Methode, die den Haarausfall für sich allein vollständig stoppt. Es kann helfen, den Ausfall zu verlangsamen und das vorhandene Haar zu stärken; den sinnvollsten Beitrag leistet es meist gemeinsam mit medikamentöser Therapie und richtiger Pflege, als Teil eines ganzheitlichen Plans. --- Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine persönliche Diagnose oder Behandlungsentscheidung. Ob PRP für Sie geeignet ist, sowie der Sitzungsplan und die Steuerung des Verlaufs lassen sich erst nach ärztlicher Untersuchung und nötiger Abklärung festlegen.

Bewertungen

  • Alexander Michel
    Alexander Michel 08.12.2022

    Kosten für eine Haartransplantation ca. 3000 bis 3500 grafts. Mit freundlichen Grüßen

  • FBM Estetik
    FBM Estetik Antwort 12.12.2022

    Guten Morgen, Willkommen auf dem Privatkonto von Assoc. Prof. Dr. Hayati Akbas, Dies ist Nuha, die Arzthelferin. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer WhatsApp-Nummer, um Ihnen alle Details mitzuteilen +90 538 095 11 93 https://wa.me/905380951193 Ich freue mich darauf, von dir zu hören

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