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Grübchen Operation

30.03.2019 11.07.2026 Prof. Dr. Hayati AKBAŞ 18 Min. Lesezeit
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Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Autor
Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Plastik, Rekonstrüktif ve Estetik Cerrahi Uzmanı

Prof. Dr. Hayati AKBAŞ hat viele wissenschaftliche Studien, Artikel in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, und viele wissenschaftliche Studien werden auf na...

Bei manchen Menschen zeigt sich beim Lächeln eine kleine Vertiefung in der Wange – angeboren, ohne eigenes Zutun. Andere blicken diese Delle jahrelang mit einem Anflug von Neid im Spiegel an. Ein Grübchen ist streng genommen eine verborgene Besonderheit unter der Haut: Einer der Wangenmuskeln ist verkürzt oder in zwei Stränge geteilt, sodass er die Haut beim Lächeln nach innen zieht und jene charmante Einbuchtung entstehen lässt. Anatomisch ist das nichts weiter als eine genetische Variante – in der ästhetischen Wahrnehmung steht es jedoch für Jugendlichkeit, Wärme und Nahbarkeit.

Die Frage „Warum habe ich das eigentlich nicht?“ hören wir in der Sprechstunde immer häufiger. Der als Dimpleplastik bezeichnete Eingriff legt bei Menschen ohne angeborenes Grübchen an Wange oder Kinn operativ eine solche Vertiefung an. Der Eingriff wirkt klein – doch ehrliche Aufklärung darüber, wie dauerhaft das Ergebnis ist, wann es natürlich wirkt und wie es das Lächeln verändert, ist mindestens so wichtig wie die Technik selbst.

Auf dieser Seite besprechen wir das Anlegen von Grübchen so, wie wir es im Untersuchungszimmer tun würden: Für wen es infrage kommt, wie geplant wird, ob der Zugang über die Mundhöhle erfolgt, ob Narben zurückbleiben, wie lange es dauert – und die am häufigsten gestellte Frage: Ist es von Dauer? Auch der Wunsch nach den sogenannten Venusgrübchen im Bereich von Lende und Gesäß wird in einem eigenen Abschnitt offen eingeordnet.

Grübchen anlegen Dimpleplastik
Gamze Estetiği

Was ist ein Grübchen und wie entsteht es?

Ein Grübchen (medizinisch Fovea buccalis) ist eine kleine Vertiefung in der Haut von Wange oder Kinn, die meist erst beim Lächeln sichtbar wird. Bei Menschen mit angeborenem Grübchen liegt die Ursache in einer baulichen Besonderheit der mimischen Muskulatur – etwa des großen Jochbeinmuskels (Musculus zygomaticus major) oder des Wangenmuskels (Buccinator). Ein Teil des Muskels ist zweigeteilt oder über ein kurzes Band mit der Haut verbunden. Zieht sich der Muskel beim Lächeln zusammen, wird die Haut an dieser Stelle nach innen gezogen und das Grübchen tritt hervor.

Entscheidend ist dabei folgender Punkt: Ein Grübchen ist im Grunde eine Stelle, an der die Haut mit dem Muskel verwachsen ist. Genau das ahmt die Dimpleplastik nach – sie schafft zwischen Haut und darunterliegendem Wangenmuskel eine künstliche, aber winzige Verwachsung, die die Haut beim Lächeln nach innen zieht.

Angeborene Grübchen bleiben nicht zwangsläufig ein Leben lang gleich. Die Fettpolster des Gesichts werden mit dem Alter dünner, Gewichtsschwankungen verändern das Wangenvolumen. Deshalb kann ein Grübchen, das in jungen Jahren deutlich war, im höheren Alter verblassen. Das erinnert daran, dass ein Grübchen kein starres anatomisches „Organ“ ist, sondern eine dynamische Beziehung zwischen Geweben.

Am häufigsten werden Grübchen an drei Stellen gewünscht:

  • Wangengrübchen: Der häufigste Wunsch. Es wird in der Regel auf einer Linie platziert, die vom Mundwinkel nach oben und außen verläuft.
  • Kinngrübchen (Kinngrübchen in der Mitte): Die senkrechte Vertiefung mitten im Kinn. Bei Frauen seltener gewünscht und technisch anders geplant.
  • Venusgrübchen: Nicht im Gesicht, sondern im unteren Rückenbereich – zwei symmetrische Vertiefungen am Übergang von Rücken zu Gesäß. Dazu weiter unten ein eigener Abschnitt.

Für wen kommt eine Grübchen-OP infrage?

Das Anlegen eines Grübchens ist ein kleiner Eingriff, der bei gesunden Erwachsenen mit klaren Vorstellungen durchgeführt werden kann. Als grundsätzlich geeignetes Profil gilt:

  • volljährige Personen, deren Gesichtswachstum abgeschlossen ist,
  • Menschen, deren Wangengewebe weder sehr dünn noch übermäßig dick ist, sodass sich der Abstand zwischen Haut und Muskel gut bearbeiten lässt,
  • Menschen, die akzeptieren, dass es sich um eine möglicherweise dauerhafte Veränderung handelt und die Lage in etwa fest bleibt,
  • Menschen mit realistischen Erwartungen: Ziel ist eine natürliche, beim Lächeln sichtbare Vertiefung ähnlich einem angeborenen Grübchen – keine dauerhaft sichtbare, tiefe Kerbe.

Lage und Tiefe werden gemeinsam in der Untersuchung festgelegt. Die Patientin oder der Patient wird gebeten zu lächeln, und die Stelle, an der sich die Wange von Natur aus am stärksten bewegt, wird markiert. Denn ein falsch platziertes Grübchen passt nicht zum Lächeln und kann das Gesicht künstlich wirken lassen.

Für wen ist der Eingriff nicht geeignet?

Nicht bei jedem Wunsch ist ein Eingriff noch am selben Tag der richtige Weg. In folgenden Fällen wird die Grübchen-OP verschoben oder nicht empfohlen:

  • Unter 18 Jahren, laufendes Gesichtswachstum: Ein Eingriff vor Ausbildung der Gesichtsproportionen kann später unstimmig wirken.
  • Aktive Infektion in der Mundhöhle oder schwere Zahnfleischerkrankung: Da der Zugang über die Mundhöhle erfolgt, müssen diese Probleme zuerst behandelt werden.
  • Störungen der Wundheilung: Bei unkontrolliertem Diabetes, immunsupprimierender Therapie oder Neigung zu Keloiden bzw. hypertrophen Narben ist eine sorgfältige Abwägung nötig.
  • Starkes Rauchen: Es beeinträchtigt die Heilung des Mundschleimhautgewebes; rund um den Eingriff wird ein Verzicht empfohlen.
  • Unrealistische Erwartungen: Wünsche wie „jederzeit sichtbar, auch ohne Lächeln, und möglichst tief“ führen meist zu einem unnatürlichen Ergebnis; das sollte vor dem Eingriff offen besprochen werden.
  • Vorhandene Filler, Eigenfetttransfer oder frühere Eingriffe in dieser Region: Die Gewebeschichten können verändert sein und erfordern eine gesonderte Beurteilung.

Bei Patientinnen und Patienten mit Blutungsneigung oder unter Blutverdünnern wird das Medikamentenschema vor dem Eingriff unbedingt in Absprache mit dem behandelnden Arzt überprüft. Die Entscheidung ist bei jedem Menschen individuell; die Aufzählung hier ist eine Orientierung, kein festes Rezept.

Untersuchung und Planung

Der entscheidende Schritt bei der Grübchen-Ästhetik ist nicht das Skalpell, sondern die Planung. In der Untersuchung werden mehrere Punkte geklärt:

Lage. Als klassische Referenz dient der Schnittpunkt zweier gedachter Linien: einer vom Mundwinkel nach oben-außen und einer vom äußeren Augenwinkel nach unten. Das ist jedoch nur der Ausgangspunkt. Worauf es ankommt, ist die Stelle, an der die Wange beim Lächeln von Natur aus einsinkt. Vor dem Spiegel werden gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten zwei bis drei mögliche Punkte markiert.

Symmetrie. Sind zwei Grübchen gewünscht, werden Abstand zum Mundwinkel und Höhe verglichen. Jedes Gesicht ist von Natur aus ein Stück weit asymmetrisch – das wird vorab erklärt.

Tiefe und Typ. Soll das Grübchen nur beim Lächeln erscheinen oder auch in Ruhe leicht angedeutet sein? Diese Entscheidung beeinflusst Technik und Straffheit der Naht.

Gewebedicke. Ist die Fettschicht der Wange dick, kann das angelegte Band die Haut schwerer nach innen ziehen; der Operateur passt die Planung entsprechend an.

In diesem Gespräch werden Ihre Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel (besonders blutverdünnend wirkende wie Aspirin, Omega-3 oder hochdosiertes Vitamin E), Ihre Rauchgewohnheiten sowie etwaige Mund- und Zahnprobleme einzeln erfragt. Es werden Fotos angefertigt – wertvoll sowohl für die Planung als auch für den späteren Vergleich.

Wie wird ein Grübchen angelegt? Der technische Ablauf

Das Anlegen eines Wangengrübchens erfolgt heute nahezu ausschließlich über die Mundhöhle (intraoral). Das bedeutet, dass im Gesicht keine von außen sichtbare Schnittnarbe entsteht – einer der Gründe, warum dieses Verfahren bevorzugt wird.

Der grobe Ablauf sieht so aus:

  1. Örtliche Betäubung. Der markierte Bereich und die Mundhöhle werden lokal betäubt. So werden Schmerzen während des Eingriffs so gering wie möglich gehalten; die Patientin oder der Patient ist wach und kann bei Bedarf lächeln, um Rückmeldung zu geben.
  2. Zugang über die Mundhöhle. Von der Innenseite der Wange aus wird an der Stelle, die dem von außen markierten Punkt entspricht, ein kleiner Zugang gelegt. Hierüber wird etwas Fett und Weichgewebe entfernt, sodass zwischen Haut und Muskel ein kleiner Hohlraum entsteht.
  3. Anlegen des Bandes. Mit einem selbstauflösenden Faden werden Muskel bzw. tiefere Gewebeschicht an der Wangeninnenseite und die Innenseite der darüberliegenden Haut miteinander verbunden. Diese Naht bildet die künstliche Verwachsung, die die Haut beim Lächeln nach innen zieht.
  4. Kontrolle und Verschluss. Die Patientin oder der Patient wird gebeten zu lächeln, um Lage und Tiefe des Grübchens zu prüfen und bei Bedarf nachzujustieren. Da der Zugang in der Mundhöhle klein ist, wird er meist mit selbstauflösendem Faden verschlossen; außen gibt es keine Naht.

Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Da innerhalb der Mundhöhle gearbeitet wird, gibt es im Gesicht keine sichtbare Wunde und kein Pflaster; die Patientin oder der Patient geht am selben Tag nach Hause.

Was sehen Sie am Anfang? In den ersten Wochen kann das Grübchen auch dann sichtbar sein, wenn Sie nicht lächeln – also wenn das Gesicht in Ruhe ist. Es zeigt sich dann als leicht eingesunkener, mitunter geröteter Punkt. Das bedeutet nicht, dass der natürliche Eindruck verloren ist; im Gegenteil, es ist ein normaler Teil des Verlaufs. Während das durch die Naht gebildete Band mit der Zeit weicher wird, verwandelt sich das Grübchen zunehmend in eine natürliche Vertiefung, die nur noch beim Lächeln erscheint.

Kinngrübchen

Das Grübchen in der Kinnmitte wird anders geplant als das Wangengrübchen. Hier geht es mitunter nicht nur um Weichgewebe, sondern um die Struktur von Kinnknochen und Kinnmuskel (Mentalis). In leichten Fällen kann eine ähnliche Nahttechnik zum Einsatz kommen, bei manchen Wünschen bleibt das Ergebnis jedoch begrenzt. Deshalb muss beim Kinngrübchen die Erwartung vor dem Eingriff besonders klar besprochen werden. Für Leserinnen und Leser, die sich für das Gesamtgleichgewicht der Kinnlinie interessieren, gibt es eine eigene Seite.

Technische Optionen im Vergleich

Beim Anlegen eines Grübchens gibt es keinen einzelnen Standard; die Technik richtet sich nach Region und Gewebe. Die folgende Tabelle vergleicht die am häufigsten angewendeten Ansätze.

Wangengrübchen (intraorale Naht) Kinngrübchen Venusgrübchen (Lende/Gesäß)
Region Wange, über die Mundhöhle Kinnmitte, intraoral oder von außen Unterer Lendenbereich, Übergang Rücken–Gesäß
Anästhesie Lokal Lokal Lokal (mitunter Sedierung)
Durchschnittliche Dauer 15–30 Minuten 20–40 Minuten 20–40 Minuten
Äußere Narbe Keine (intraoral) Meist keine Kleine Zugangsnarben möglich
Sichtbarkeit in Ruhe (anfangs) Vorhanden, nimmt über Wochen ab Vorhanden, nimmt ab Variabel
Zeit bis zum natürlichen Eindruck Meist 2–3 Monate 2–3 Monate Variabel
Umkehrbarkeit Begrenzt; Zusatzeingriff möglich Begrenzt Begrenzt

Die Tabelle bietet einen allgemeinen Rahmen. Welche Technik geeignet ist, wird je nach Gewebedicke, gewünschter Tiefe und Anatomie der Region in der Untersuchung entschieden. Selbst bei zwei Menschen mit demselben Wunsch können unterschiedliche Pläne herauskommen.

Venusgrübchen (Lenden- und Gesäßgrübchen) anlegen

Die symmetrischen Vertiefungen im unteren Rücken, beidseits der Wirbelsäule, werden umgangssprachlich Venusgrübchen genannt. Ihr angeborenes Vorhandensein hängt großenteils vom Knochenbau und Becken ab: Die Haut ist in dieser Region fest mit dem darunterliegenden Bindegewebe verbunden, wodurch die Vertiefung entsteht.

Hier ist Ehrlichkeit angebracht: Das Venusgrübchen ist kein so vorhersehbarer Eingriff wie das Wangengrübchen. Denn der maßgebliche Faktor für das Ergebnis ist die Knochen-Band-Struktur, und diese lässt sich operativ nicht eins zu eins nachbilden. In der Praxis sind zwei Wege möglich:

  • Ausdünnen des umliegenden Fetts (Unterstützung durch Fettabsaugung): Das Unterhautfettgewebe rund um die Region wird unter örtlicher Betäubung ausgedünnt, sodass eine vorhandene oder leicht angedeutete Vertiefung deutlicher hervortritt. Das heißt, das Grübchen wird weniger „erschaffen“ als vielmehr „sichtbar gemacht“ – das Ergebnis bleibt durch die Anatomie begrenzt. Allgemeine Informationen zur regionalen Körperfettentfernung finden Sie auf einer eigenen Seite.
  • Hautfixierung (dermale Fixation): Es sind Verfahren beschrieben, bei denen die Haut am darunterliegenden Gewebe fixiert wird, um eine Vertiefung anzulegen. Die langfristige Beständigkeit des Bandes ist in dieser Region jedoch variabler als beim Wangengrübchen.

Für Leserinnen und Leser, die sich für die allgemeine Formung von Gesäß und Taille interessieren, steht eine eigene Seite bereit.

Beim Wunsch nach einem Venusgrübchen muss vor dem Eingriff klar besprochen werden, was erreichbar ist und was begrenzt bleibt. Zu behaupten, in jedem Körper lasse sich ein deutliches Grübchen anlegen, wäre nicht realistisch.

Der Tag des Eingriffs: Schritt für Schritt

Für den Eingriff am Wangengrübchen ist keine stationäre Aufnahme nötig; er wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Eine strenge Nüchternheit ist vor dem Eingriff meist nicht erforderlich, maßgeblich ist jedoch die Anweisung Ihres Arztes. Bei Ihrer Ankunft werden Lage und Symmetrie vor dem Spiegel ein letztes Mal geprüft; Sie werden gebeten zu lächeln, um die Markierungen zu bestätigen. Die Mundhöhle wird mit einem Antiseptikum gereinigt.

Nach der örtlichen Betäubung wird die Region gefühllos; während des Eingriffs kann ein Druck- oder Berührungsgefühl bestehen, doch der Schmerz ist so gering wie möglich gehalten. Der Operateur bittet Sie bei Bedarf zu lächeln, um die Lage des Grübchens im Moment anzupassen. Nach dem Eingriff sind im Gesicht weder Pflaster noch Naht sichtbar; in der Mundhöhle befindet sich ein kleiner Zugangspunkt.

Beim Verlassen der Praxis erhalten Sie schriftliche Anweisungen zu Mundhygiene, Ernährung und Medikamenteneinnahme. Sie können am selben Tag nach Hause; in den meisten Fällen kehren Sie schon am nächsten Tag weitgehend in Ihren Alltag zurück. Ob Sie am ersten Tag Auto fahren, hängt davon ab, wie wohl Sie sich fühlen.

Heilungsverlauf Woche für Woche

Der folgende Zeitplan gilt für einen typischen Eingriff am Wangengrübchen. Jeder Verlauf ist anders; maßgeblich ist stets das Programm Ihres behandelnden Arztes.

Erste 24 bis 48 Stunden. An der Wange können leichte Schwellung, Spannungsgefühl und mitunter ein leichter Bluterguß auftreten. Der Schmerz ist meist gering und lässt sich mit einfachen Schmerzmitteln lindern. Wegen des Zugangs in der Mundhöhle ist eine Empfindlichkeit an dieser Stelle normal. In dieser Phase sind weiche, lauwarme Speisen zu bevorzugen; sehr heiße, harte und scharfe Nahrung wird gemieden.

Tag 3 bis 7. Schwellung und Bluterguß gehen deutlich zurück. Die meisten Menschen kehren in diesem Zeitraum in Beruf und soziales Leben zurück. Zur Mundhygiene wird die von Ihrem Arzt empfohlene antiseptische Spülung verwendet; die Zähne werden sanft geputzt. In dieser Phase kann das Grübchen auch in Ruhe, ohne Lächeln, weiterhin deutlich zu sehen sein – das ist zu erwarten.

Woche 2 bis 4. Die selbstauflösenden Fäden in der Mundhöhle lösen sich auf, der Zugangsbereich heilt. Die Sichtbarkeit in Ruhe beginnt allmählich abzunehmen. Kräftige Gesichtsmassagen und starker Druck auf die Region werden in dieser Phase gemieden.

Monat 1 bis 3. Dies ist die entscheidende Phase des Verlaufs. Während das angelegte Band weicher wird, verwandelt sich das Grübchen zunehmend in eine natürliche Vertiefung, die nur beim Lächeln erscheint. Bei den meisten Menschen erreicht das Grübchen innerhalb von 2 bis 3 Monaten sein natürliches Aussehen. Der richtige Zeitpunkt zur Beurteilung des Endergebnisses sind nicht die ersten Wochen, sondern diese Phase.

Risiken und mögliche Komplikationen

Auch wenn die Grübchen-Ästhetik ein kleiner Eingriff ist, bringt sie – wie jeder chirurgische Eingriff – eigene Risiken mit sich. Sie zu kennen, ist die erste Voraussetzung dafür, nicht überrascht zu werden:

  • Schwellung, Bluterguß und vorübergehende Empfindlichkeit: Am häufigsten und meist von selbst rückläufig.
  • Infektion: Da der Eingriff über die Mundhöhle erfolgt, ist Mundhygiene wichtig. Bei zunehmendem Schmerz, Rötung, Schwellung und Fieber sollte der Arzt aufgesucht werden; die meisten Infektionen lassen sich mit der passenden Behandlung beherrschen.
  • Zu deutliches oder unzureichendes Grübchen: Ist das angelegte Band straffer als erwartet, kann das Grübchen zu tief und dauerhaft sichtbar wirken; bleibt es zu locker, tritt es beim Lächeln womöglich nicht ausreichend hervor. In beiden Fällen kann ein Zusatzeingriff nötig sein.
  • Dauerhafte Einsenkung: Wird das Band mit der Zeit nicht weicher, kann das Grübchen auch in Ruhe sichtbar bleiben und einen künstlichen Eindruck erzeugen.
  • Asymmetrie: Zwischen zwei Grübchen kann ein Unterschied in Lage oder Tiefe bestehen bleiben; ist er deutlich, kann eine Korrektur zur Sprache kommen.
  • Veränderte Empfindung: Im Bereich des Eingriffs kann vorübergehend ein Taubheitsgefühl oder eine Veränderung der Empfindung auftreten; meist bildet sich das mit der Zeit zurück.
  • Seltene Risiken im Zusammenhang mit dem Gesichtsnerv: Wegen der anatomischen Nähe der mimischen Nervenäste in der Wange ist bei nicht korrekt angewandter Technik eine vorübergehende Veränderung der Mimik ein theoretisches Risiko; deshalb ist es wichtig, dass der Eingriff von einem mit der Anatomie vertrauten Arzt durchgeführt wird.
  • Von der Erwartung abweichendes ästhetisches Ergebnis: Lage oder Aussehen des Grübchens können von dem abweichen, was Sie erwartet haben.

Wie häufig Risiken auftreten, hängt vom Allgemeinzustand, der Gewebestruktur und der Mundhygiene ab. All diese Möglichkeiten werden im Vorgespräch individuell mit Ihnen besprochen und in der schriftlichen Einwilligung festgehalten.

Rückgängigmachen der Grübchen-Ästhetik

Eine häufig gestellte Frage ist, was geschieht, wenn man mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist. Ein Rückgängigmachen ist theoretisch möglich; zu sagen, es lasse sich „leicht wieder in den Ausgangszustand versetzen“, wäre jedoch nicht korrekt.

Korrigierende Maßnahmen wie das Lösen des angelegten Bandes oder das Einbringen von Gewebe dazwischen sind beschrieben. Doch jede chirurgische Korrektur bringt ihren eigenen Heilungsverlauf und ihre eigenen Risiken mit sich; dass das Ergebnis eins zu eins in den Zustand vor dem Eingriff zurückkehrt, lässt sich nicht zusichern. Deshalb ist es sinnvoller, die Grübchen-Ästhetik nicht mit dem Gedanken „das lasse ich jederzeit wieder entfernen“ anzugehen, sondern als eine möglicherweise dauerhafte Veränderung zu betrachten. Vor der Entscheidung sollten diese Möglichkeiten offen mit dem Arzt besprochen werden.

Ist das Ergebnis dauerhaft? Was langfristig zu erwarten ist

Das ist die am häufigsten gestellte Frage, und die ehrliche Antwort hat zwei Seiten.

Einerseits neigen die mit der Dimpleplastik angelegten Grübchen bei den meisten Menschen dazu, dauerhaft zu sein; die gebildete Haut-Muskel-Verbindung setzt sich mit der Zeit fest, und die beim Lächeln sichtbare Vertiefung bleibt lange erhalten. Andererseits wäre es nicht realistisch zu behaupten, sie bleibe „ein Leben lang unverändert im Gesicht“. Mehrere Faktoren können das Ergebnis beeinflussen:

  • Lockern des Bandes mit der Zeit: Bei manchen Menschen wird die angelegte Verwachsung über Monate bis Jahre weicher und das Grübchen verblasst; dann kann ein erneuter Eingriff nötig sein.
  • Gewichtsschwankungen: Deutliche Gewichtszunahme kann das Wangenvolumen erhöhen und das Grübchen flacher machen; Gewichtsabnahme kann es stärker hervortreten lassen.
  • Alterung: Verändern sich über die Jahre das Fettgewebe des Gesichts und die Haut, kann sich auch das Aussehen des Grübchens verändern.

Wegen dieser Faktoren fällt das Ergebnis von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. Bei den meisten bleibt das Grübchen viele Jahre erhalten; ein festes, unveränderliches Versprechen einer „lebenslangen Garantie“ wäre medizinisch jedoch nicht korrekt.

Häufig gestellte Fragen zu Grübchen Operation

Mit der Dimpleplastik angelegte Grübchen neigen bei den meisten Menschen dazu, dauerhaft zu sein. Dennoch können ein allmähliches Lockern des angelegten Bandes, deutliche Gewichtsschwankungen oder altersbedingte Gewebeveränderungen dazu führen, dass das Grübchen verblasst. Das Ergebnis fällt individuell unterschiedlich aus; eine feste, unveränderliche Dauerhaftigkeit lässt sich nicht zusichern.
In den ersten Tagen treten leichte Schwellung und Empfindlichkeit auf. Die meisten Menschen kehren innerhalb von 3 bis 7 Tagen in Beruf und Alltag zurück. Der Zugang in der Mundhöhle heilt meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen vollständig ab. Bis das Grübchen sein natürliches Aussehen erreicht, dauert es in der Regel 2 bis 3 Monate.
Ziel des Eingriffs ist es, dem Lächeln ein natürliches Grübchen hinzuzufügen, nicht die Mimik zu stören. Bei korrekter Platzierung bleibt das Lächeln natürlich. Selten ist wegen der Nähe der Nervenäste eine vorübergehende Veränderung der Mimik ein theoretisches Risiko; deshalb ist es wichtig, dass der Eingriff von einem mit der Anatomie vertrauten Arzt durchgeführt wird.
Da das Wangengrübchen über die Mundhöhle angelegt wird, bleibt im Gesicht keine von außen sichtbare Narbe zurück. Der kleine Zugang in der Mundhöhle wird mit selbstauflösendem Faden verschlossen und heilt in der Regel unauffällig ab. Das Kinngrübchen kann in manchen Fällen von außen angelegt werden; das wird vor dem Eingriff besprochen.
Personen unter 18 Jahren mit noch nicht abgeschlossenem Gesichtswachstum, Menschen mit aktiver Infektion in der Mundhöhle oder schwerer Zahnfleischerkrankung, Menschen mit unkontrollierten Erkrankungen, die die Wundheilung stören, starken Rauchern sowie Personen mit unrealistischen Erwartungen wird der Eingriff in der Regel nicht empfohlen. Die Entscheidung wird individuell in der Untersuchung getroffen.
In den ersten Wochen kann das Grübchen auch in Ruhe, ohne Lächeln, sichtbar sein; das ist zu erwarten. Während das angelegte Band weicher wird, verwandelt es sich bei den meisten Menschen innerhalb von 2 bis 3 Monaten in eine natürliche Vertiefung, die nur beim Lächeln erscheint.
Der Eingriff am Wangengrübchen dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dank der Betäubung wird der Schmerz während des Eingriffs so gering wie möglich gehalten; danach können einige Tage lang leichte Empfindlichkeit und ein Spannungsgefühl bestehen, die sich mit einfachen Schmerzmitteln lindern lassen.
Ja, beidseitige Grübchen werden häufig gewünscht. Lage und Tiefe werden mit Blick auf die Symmetrie geplant. Da jedes Gesicht jedoch eine natürliche Asymmetrie aufweist, können zwischen den beiden Grübchen kleine Unterschiede bestehen; bleibt ein deutlicher Unterschied, kann eine Korrektur erwogen werden.
In den ersten Tagen sind weiche, lauwarme Speisen zu bevorzugen; sehr heiße, harte und scharfe Nahrung wird gemieden. Mundhygiene ist wichtig; verwenden Sie die von Ihrem Arzt empfohlene antiseptische Spülung und putzen Sie die Zähne sanft. Starker Druck auf die Region und kräftige Gesichtsmassagen sollten in den ersten Wochen vermieden werden.
Nein. Wie deutlich ein Venusgrübchen ausfällt, hängt großenteils vom Knochen- und Bandbau der Person ab. Durch Ausdünnen des umliegenden Fetts lässt sich eine vorhandene Vertiefung deutlicher machen; ein so vorhersehbares Ergebnis wie beim Wangengrübchen ist jedoch nicht bei jedem Körper erreichbar. Was möglich ist, wird in der Untersuchung beurteilt.
Bei angeborenen Grübchen, die mit Alter und Gewichtsveränderung verblasst sind, lässt sich mit einem Ansatz ähnlich der Dimpleplastik die Deutlichkeit wiederherstellen. Die Eignung wird anhand der vorhandenen Gewebestruktur in der Untersuchung bestimmt. Auch wenn das Hinzufügen eines Grübchens wie ein kleiner Eingriff wirkt, hängt ein natürliches und zu Ihnen passendes Ergebnis vollständig von der richtigen Planung ab. Der erste Schritt ist nicht die Entscheidung anhand von Bildern aus dem Internet, sondern eine Untersuchung, in der die zu Ihrer Gesichtsform passende Lage, realistische Erwartungen und mögliche Risiken gemeinsam besprochen werden.

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