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Oberschenkelkorrektur

30.03.2019 11.07.2026 Prof. Dr. Hayati AKBAŞ 18 Min. Lesezeit
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Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Autor
Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Plastik, Rekonstrüktif ve Estetik Cerrahi Uzmanı

Prof. Dr. Hayati AKBAŞ hat viele wissenschaftliche Studien, Artikel in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, und viele wissenschaftliche Studien werden auf na...

Erschlaffte Haut an den Innenseiten der Oberschenkel ist eine Beschwerde, die viele Betroffene über Jahre still mit sich tragen. Die Reibung, wenn beim Gehen die Beine aneinanderscheuern; das Meiden von Rock oder kurzer Hose im Sommer; das unangenehme Wippen unter der Leggings im Fitnessstudio – das reicht über eine rein ästhetische Frage hinaus und schränkt den Alltag spürbar ein. Weil die Haut in diesem Bereich dünn und das Stützgewebe vergleichsweise schwach ist, kehrt sie nach dem Erschlaffen meist nicht mehr zu ihrer alten Festigkeit zurück – unabhängig davon, wie viel trainiert wird.

Die Oberschenkelstraffung, medizinisch Cruroplastik, ist der Eingriff, bei dem genau diese überschüssige Haut und das erschlaffte Gewebe chirurgisch entfernt und die Innenseite des Oberschenkels neu geformt wird. Sie wird gelegentlich mit Sport oder Fettabsaugung verwechselt, unterscheidet sich aber von beidem: Das eigentliche Problem ist hier nicht das Fett, sondern die Haut, die ihre Elastizität verloren hat.

Dieser Ratgeber betrachtet die Oberschenkelstraffung von Grund auf. Wir erklären, für wen sie infrage kommt, warum sie bei Patientinnen und Patienten nach großem Gewichtsverlust einen besonderen Stellenwert hat, welche Techniken zur Verfügung stehen und – das am häufigsten gestellte Thema – wo die Narbe verläuft und wie sie sich mit der Zeit verändert. Das Ziel ist, dass Sie zur Sprechstunde so vorbereitet erscheinen, dass Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt die richtigen Fragen stellen können.

Uyluk Estetiği

Was ist eine Oberschenkelstraffung?

Bei der Oberschenkelstraffung wird überschüssige Haut sowie eine gewisse Menge Fettgewebe an der Innen- oder Innen-Vorderseite des Oberschenkels entfernt, das verbleibende Gewebe nach oben verlagert und die Innenlinie des Beins schlanker und straffer konturiert. Es geht nicht darum, das Bein abzumagern, sondern darum, den hängenden, wippenden und Reibung verursachenden Hautüberschuss zu beseitigen und dem Oberschenkel eine ebenmäßigere, straffere Kontur zu geben.

Für diese Erschlaffung gibt es einige grundlegende Ursachen. Am häufigsten ist der große Gewichtsverlust: Kilos, die nach Diät, sportlicher Umstellung oder Adipositaschirurgie rasch verloren werden, lassen die Haut, die darunter an Volumen verliert, leer zurück – und sie kann sich nicht mehr zusammenziehen. Die zweithäufigste Ursache ist die Hautalterung; über die Jahre nimmt die Kollagen- und Elastinunterstützung der Haut ab. Hinzu kommen wiederholte Gewichtsschwankungen, eine genetisch bedingte Hautstruktur und die langfristige Wirkung der Sonne.

Eines sollte von Anfang an klar sein: Die Oberschenkelstraffung ist kein Verfahren zum Schlankmachen. Sie kann den Beinumfang um einige Zentimeter verringern, doch der eigentliche Gewinn liegt im Wegfall des Hautüberschusses und im Straffen des Gewebes. Bei einem Bein, das lediglich zu viel Fett hat, dessen Haut aber noch elastisch und jung ist, ist eine Straffung häufig überflüssig; dort kann eine alleinige Fettabsaugung genügen. Genau auf dieser Unterscheidung baut die Entscheidung auf.

Für wen eignet sich der Eingriff?

Die typischste Kandidatin oder der typischste Kandidat für eine Oberschenkelstraffung hat eine deutliche Erschlaffung der Haut an der Innenseite, bei der absehbar ist, dass eine Fettabsaugung sie nicht beheben würde. Bei der Beurteilung treten einige gemeinsame Merkmale hervor:

  • Menschen mit Hautüberschuss nach großem Gewichtsverlust. Diese Gruppe macht den größten Teil der Betroffenen aus. Erwartet wird, dass das Zielgewicht erreicht ist und seit einiger Zeit stabil gehalten wird.
  • Menschen, deren Allgemeinzustand einen Eingriff zulässt. Erkrankungen des Herzens, der Lunge oder Diabetes sollten gut eingestellt sein.
  • Menschen mit realistischen Erwartungen. Wer weiß, dass die Straffung im Austausch gegen eine Narbe erfolgt, und dieses Verhältnis annimmt, geht meist zufriedener aus dem Prozess hervor.
  • Menschen, die in der Lage sind, das Rauchen einzustellen. Da die Wundheilung in diesem Bereich empfindlich ist, stellt Rauchen einen erheblichen Risikofaktor dar.

Lässt sich beim Zusammenfassen der Haut an der Oberschenkelinnenseite mit der Hand eine deutliche Falte an Überschuss greifen, ist das in der Regel ein Befund, bei dem eine Straffung Nutzen bringt. Wie viel Haut sich greifen lässt und in welcher Höhe die Erschlaffung beginnt, bestimmt zugleich, welche Technik gewählt wird.

Für wen ist er nicht geeignet?

Ebenso wichtig ist die Frage, wann der Eingriff verschoben oder gar nicht durchgeführt werden sollte:

  • Wenn der Gewichtsverlust noch nicht abgeschlossen ist. Wird nach dem Eingriff weiter deutlich abgenommen, entleert sich die Haut erneut und das Ergebnis verschlechtert sich. Erwartet wird, dass man sich dem Idealgewicht angenähert hat und mindestens sechs Monate stabil geblieben ist.
  • Wenn in naher Zukunft eine deutliche Gewichtsabnahme oder eine Adipositasoperation geplant ist. In diesem Fall wird zunächst der Gewichtsverlauf abgeschlossen.
  • Bei unkontrolliertem Diabetes, Gerinnungsstörungen oder einer aktiven Infektion. Diese beeinträchtigen sowohl die Wundheilung als auch die operative Sicherheit.
  • Bei ausgeprägtem Lymphödem oder unbehandelten Durchblutungsstörungen der Beine. Da die Oberschenkelstraffung den Lymphabfluss in diesem Bereich beeinflussen kann, wird ein solcher Befund sorgfältig abgewogen und stellt mitunter ein Hindernis für den Eingriff dar.
  • Wenn das Rauchen nicht eingestellt werden kann. Die Oberschenkelinnenseite gehört zu den Körperregionen, die am ehesten zu Wunddehiszenz und Heilungsproblemen neigen; Rauchen steigert dieses Risiko deutlich.
  • Bei Menschen, deren Wunsch allein ein schlankeres Bein ist, deren Hauterschlaffung aber gering ausfällt, ist die Narbe, die eine Straffung hinterlässt, den Gewinn möglicherweise nicht wert. Bei solchen Patientinnen und Patienten ist häufig eine Fettabsaugung die passendere Wahl.

Eine sorgfältige Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten ist einer der wichtigsten Schritte für den Erfolg des Eingriffs; deshalb erfolgt diese Beurteilung in der Sprechstunde mit großer Genauigkeit.

Wie lange nach großem Gewichtsverlust ist der Eingriff möglich?

Das ist eine der häufigsten Fragen von Menschen nach einer Adipositasoperation oder einer strengen Diät. Der allgemeine Grundsatz lautet, den Abschluss des Gewichtsverlusts und die Stabilisierung des Gewichts abzuwarten. In der Praxis bedeutet das bei den meisten, dass das Gewicht nach Erreichen des Zielgewichts mindestens sechs Monate, oft 12 bis 18 Monate weitgehend stabil bleibt.

Warum wird gewartet? Weil sich die Haut, während der Körper abnimmt, weiter verändert. Wird bei einem noch nicht gefestigten Befund gestrafft, entleert das spätere Abnehmen die Haut erneut, und das erreichte Ergebnis kann verloren gehen. Zudem können in der Phase des raschen Gewichtsverlusts der Ernährungszustand und der Eiweißhaushalt die Wundheilung erschweren; deshalb ist gerade bei Menschen nach Adipositaschirurgie wichtig, dass auch Werte wie Vitamine und Eisen im richtigen Bereich liegen.

Der Zeitpunkt ist individuell. Bei manchen festigt sich das Gewicht binnen eines Jahres, bei anderen dauert es länger. Den richtigen Moment bestimmt die Ärztin oder der Arzt, der Ihre Gewichtskurve und Ihren Allgemeinzustand gemeinsam beurteilt.

Untersuchung und Planung

Die erste Untersuchung ist die Phase, in der die Landkarte des Eingriffs gezeichnet wird. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt beurteilt die Oberschenkel im Stehen; denn der Hautüberschuss zeigt sich nur in aufrechter Haltung in seiner tatsächlichen Form – im Liegen verändert sich der Befund vollständig. Dabei wird auf mehrere Punkte geachtet:

  • Ausmaß und Höhe der Hauterschlaffung. Beschränkt sich der Überschuss auf den oberen, leistennahen Abschnitt, oder reicht er bis zu den Knien hinab? Diese Unterscheidung bestimmt die Technik unmittelbar.
  • Qualität und Elastizität der Haut. Sie zeigt, wie viel Rückbildung erwartet werden kann.
  • Menge des Fettgewebes. Daraus wird entschieden, ob die Straffung mit einer Fettabsaugung ergänzt wird.
  • Asymmetrie zwischen beiden Beinen sowie eventuell vorhandene Narben früherer Eingriffe.

Das zweite Standbein der Untersuchung ist das Gesundheitsscreening. Blutuntersuchungen, bei Bedarf eine anästhesiologische Beurteilung und bei einer Vorgeschichte mit großem Gewichtsverlust die Kontrolle des Ernährungszustands werden durchgeführt. Alle Medikamente, die Sie einnehmen – insbesondere Blutverdünner, hormonhaltige Präparate und regelmäßig eingenommene pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel –, sollten Sie in diesem Gespräch vollständig angeben; ein Teil davon muss unter Umständen vor dem Eingriff abgesetzt werden.

In diesem Gespräch sollte auch das Thema Narbe offen angesprochen werden. Die Oberschenkelstraffung ist ein Eingriff, der eine Narbe hinterlässt, und Lage, Länge und mögliche Veränderung dieser Narbe vor dem Eingriff zu kennen, erspart spätere Überraschungen. Eine gute Planung sorgt dafür, dass die Entscheidung in Kenntnis dieses Verhältnisses getroffen wird.

Die Entscheidung ist nie einseitig. Die Ärztin oder der Arzt legt dar, was anatomisch möglich ist, Sie schildern Ihre Erwartung, und der Plan entsteht am Schnittpunkt beider.

Technische Optionen

Bei der Oberschenkelstraffung gibt es nicht die eine Methode; welche Technik gewählt wird, hängt davon ab, wie viel Haut überschüssig ist und wo sie beginnt. Die Grundlogik: Je mehr Hautüberschuss und je weiter er hinabreicht, desto länger fällt auch die Narbe aus. Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Optionen; die Einzelheiten stehen darunter.

Mini- (mediale) Oberschenkelstraffung Vertikale Oberschenkelstraffung Straffung kombiniert mit Fettabsaugung
Für wen geeignet Überschuss auf den oberen inneren Oberschenkel begrenzt Fortgeschrittene Erschlaffung, die bis zum Knie reicht Hautüberschuss und deutliches Fett zugleich
Lage der Narbe In der Leistenfalte, waagerecht Senkrecht von der Leiste zum Knie Je nach Technik waagerecht und/oder senkrecht
Länge der Narbe Kurz, meist im Bereich der Unterwäsche Lang, entlang der Oberschenkelinnenseite Variabel
Narkose Vollnarkose oder Spinalanästhesie Vollnarkose Vollnarkose
Krankenhausaufenthalt Meist eine Nacht Eine Nacht Eine Nacht
Rückkehr zur Arbeit (Bürotätigkeit) 10–14 Tage 2–3 Wochen 2–3 Wochen

Mini- (mediale) Oberschenkelstraffung

Diese Methode wird bevorzugt, wenn der Hautüberschuss allein auf den oberen inneren Oberschenkel begrenzt ist. Der Schnitt wird waagerecht so gelegt, dass er in der Leistenfalte, an der Unterkante der Unterwäsche oder des Bikinis verbleibt. Die überschüssige Haut wird von hier entfernt und das verbleibende Gewebe nach oben an das feste Gewebe der Leistenregion verankert.

Der Vorteil liegt darin, dass die Narbe vergleichsweise kurz und in einem verborgenen Bereich bleibt. Ihre Grenze ist folgende: Sie strafft nur den oberen Abschnitt. Reicht der Überschuss bis auf Kniehöhe hinab, genügt die Mini-Straffung allein nicht, und am unteren Oberschenkel bleibt eine Erschlaffung bestehen. Deshalb ist die Wahl der Technik eng an die Beurteilung in der Sprechstunde gebunden.

Vertikale Oberschenkelstraffung

Sie kommt vor allem bei Menschen nach großem Gewichtsverlust zum Einsatz, bei denen der Hautüberschuss von der Leiste bis zum Knie hinabreicht. Hier verläuft der Schnitt senkrecht entlang der Innenseite des Oberschenkels. Dadurch kann Haut sowohl in Längs- als auch in Umfangsrichtung entfernt werden; das Ergebnis ist eine Straffung entlang der gesamten Innenlinie des Beins.

Der Preis dafür ist eine längere Narbe. Die senkrechte Narbe verbirgt sich nicht unter der Unterwäsche; sie verbleibt an der Innenseite des Oberschenkels und kann je nach Person in unterschiedlicher Deutlichkeit sichtbar sein. Bei fortgeschrittener Erschlaffung gibt es jedoch keine andere realistische Option, sodass diese Narbe als vertretbares Verhältnis besprochen wird. Bei sehr ausgeprägten Befunden können senkrechte und waagerechte Schnitte auch kombiniert werden.

Straffung kombiniert mit Fettabsaugung

Bei vielen Menschen liegen an der Oberschenkelinnenseite Hautüberschuss und Fetteinlagerung zugleich vor. In diesem Fall wird die Straffung mit einer Fettabsaugung ergänzt: Zunächst wird das überschüssige Fett ausgedünnt, anschließend die erschlaffte Haut entfernt und verankert. Die Kombination kann eine ebenmäßigere Kontur ergeben als die Straffung allein und bei manchen die Menge der zu entfernenden Haut ausgleichen.

Unterschied zwischen Oberschenkelstraffung und Fettabsaugung

Diese beiden Eingriffe werden häufig verwechselt, lösen aber unterschiedliche Probleme. Die Fettabsaugung entfernt allein das überschüssige Fett; sie berührt die Haut nicht und hinterlässt keine Narbe. Wird bei einem Bein, dessen Haut noch elastisch und jung ist, Fett abgesaugt, zieht sich die Haut zusammen und das Ergebnis fällt schön aus. Hat die Haut ihre Elastizität jedoch verloren – wie nach großem Gewichtsverlust oder mit dem Alter –, kann eine alleinige Fettabsaugung die entleerte Haut noch schlaffer erscheinen lassen.

Die Oberschenkelstraffung löst dagegen im Kern das Hautproblem: Sie schneidet die überschüssige Haut heraus und erzielt im Austausch gegen eine Narbe eine straffe Oberfläche. Kurz gesagt steht bei einem Fettproblem die Fettabsaugung im Vordergrund, bei einem Hautproblem die Straffung; liegt beides zusammen vor, kommt ein kombinierter Ansatz infrage. Welche Variante zu Ihnen passt, entscheidet die Untersuchung, die einschätzt, wie weit sich Ihre Haut zusammenziehen kann.

Wer sich auch für die übrigen Bereiche der Beinkontur interessiert, findet den allgemeinen Rahmen der Beinästhetik unter einem eigenen Thema behandelt.

Wie verläuft der Operationstag?

Die Oberschenkelstraffung wird unter Vollnarkose und unter Klinikbedingungen durchgeführt; bei begrenzten Mini-Straffungen kann in manchen Fällen auch eine Spinalanästhesie (Betäubung über die Lendenwirbelsäule) gewählt werden. Welche Narkose angewandt wird, entscheiden die Anästhesistin oder der Anästhesist und Ihre Chirurgin oder Ihr Chirurg gemeinsam – abhängig vom Umfang des Eingriffs und Ihrem Gesundheitszustand.

Sie erscheinen morgens nüchtern. Vor dem Eingriff zeichnet Ihre Chirurgin oder Ihr Chirurg im Stehen den Plan der Schnitte und der zu entfernenden Haut auf den Oberschenkel; diese Zeichnung ist der Leitfaden des Eingriffs und wird stets in aufrechter Haltung angefertigt. Der Eingriff selbst dauert je nach Technik und danach, ob es sich um einen kombinierten Eingriff handelt, etwa zwei bis vier Stunden.

Beim Aufwachen tragen Sie an den Oberschenkeln ein Kompressionskleidungsstück oder einen elastischen Verband; bei manchen sind dünne Drainagen eingelegt, die angesammelte Flüssigkeit ableiten. Die Drainagen werden in der Regel innerhalb weniger Tage entfernt. In den ersten Stunden sind ein Gefühl von Spannung, Druck und Pochen im Bereich üblich.

Beim Thema Schmerz ist Ehrlichkeit angebracht: Ein gewisses Maß an Schmerz ist bei diesem Eingriff zu erwarten, lässt sich aber bei den meisten mit regelmäßigen Schmerzmitteln weitgehend beherrschen. Zu sagen, es gebe gar keinen Schmerz, wäre nicht korrekt; das Ziel ist, den Schmerz auf einem gut handhabbaren Niveau zu halten. Noch am selben Tag sollen Sie in Begleitung einer Pflegekraft kurze Strecken gehen. Frühe Bewegung ist die einfachste und wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer Gerinnselbildung in den Beinvenen zu senken. Der Krankenhausaufenthalt beträgt bei den meisten eine Nacht.

Heilungsverlauf Woche für Woche

Der folgende Zeitplan ist ein allgemeiner Rahmen; das Heilungstempo ist bei jedem verschieden, und die endgültigen Freigaben erteilt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bei den Kontrollterminen.

Erste 72 Stunden. Dies ist die empfindlichste Phase. Da die Oberschenkelinnenseite ein ständig in Bewegung befindlicher Bereich ist, dessen zwei Flächen einander berühren, sollen Sie die Beine nicht zu weit öffnen, sie nicht übereinanderschlagen und nicht lange stehen, um die Spannung auf die Nähte zu verringern. Im Liegen die Beine leicht hochzulagern mindert das Ödem. Gefördert werden kurze, häufige Gänge – keine langen Spaziergänge.

1. Woche. Schwellung und Blutergüsse sind am deutlichsten; das Aussehen der Oberschenkel in dieser Phase spiegelt nicht das Endergebnis wider. Das Kompressionskleidungsstück wird nahezu den ganzen Tag getragen. Der Übergang zum Duschen wird je nach Verband und Drainagestand meist im Laufe dieser Woche nach ärztlicher Freigabe gestattet. In dieser Phase ist Ruhe weit wertvoller als Überanstrengung.

2. Woche. Die Schwellung geht etwas zurück. Wurde nicht selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet, kann es in dieser Phase entfernt werden. Die Rückkehr zu einer Bürotätigkeit ist nach einer Mini-Straffung bei den meisten gegen Ende dieser Woche möglich, nach einer vertikalen Straffung dauert es in der Regel etwas länger. Langes Sitzen und das Herabhängenlassen der Beine sollten vermieden werden.

3.–4. Woche. Der Großteil des Alltags wird wieder aufgenommen. Bewegung in gemäßigtem Gehtempo ist frei. Das Kompressionskleidungsstück wird meist auch in dieser Phase weiter getragen. Schweres Heben, Laufen und Bewegungen, die die Beine belasten, sind noch eingeschränkt.

6. Woche. Bei den meisten beginnt die schrittweise Rückkehr zu aktiveren Übungen. Ist die Wundheilung abgeschlossen, kann in dieser Phase die Freigabe für Schwimmen und Schwimmbad erfolgen. Für belastende Beinübungen wird dennoch die ärztliche Freigabe abgewartet.

3. Monat. Das Ödem hat sich weitgehend zurückgebildet, die neue Kontur des Oberschenkels tritt hervor. Die Narben sind in dieser Phase noch rosa-rot und vergleichsweise deutlich; das eigentliche Verblassen kommt später.

12. Monat. Sowohl in Bezug auf die Form als auch auf die Narbe zeigt sich in dieser Phase das dem Endergebnis am nächsten kommende Bild. Die Narben verblassen bei den meisten in diesem Zeitraum deutlich. Die Kontrollen laufen über diesen gesamten Zeitplan in geplanten Abständen weiter.

Wie lange wird das Kompressionskleidungsstück getragen?

Das Kompressionskleidungsstück ist ein wichtiger Bestandteil dieses Eingriffs; es mindert das Ödem, hilft dem Gewebe, sich in seine neue Position zu setzen, und sorgt für Komfort. Der allgemeine Ansatz ist, es in den ersten zwei bis drei Wochen nahezu den ganzen Tag (nur zum Duschen abgelegt) und danach einige weitere Wochen den überwiegenden Teil des Tages zu tragen. Die Gesamtdauer bewegt sich bei den meisten zwischen vier und sechs Wochen. Die genaue Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest, der Ihre Heilung sieht; deshalb wäre es nicht korrekt, einen für alle gleichen Zeitplan anzugeben.

Risiken und Komplikationen

Kein chirurgischer Eingriff ist frei von Risiken, und die Oberschenkelstraffung birgt aufgrund der anatomischen Besonderheiten der Oberschenkelinnenseite einige Risiken, die man gut kennen sollte. Die folgenden sind meist selten, können aber auftreten; die Entscheidung für den Eingriff sollte in Kenntnis dieser Informationen getroffen werden.

  • Probleme der Wundheilung. Da die Oberschenkelinnenseite ein ständig bewegter, feuchter und reibungsanfälliger Bereich ist, können ein Aufgehen der Nahtlinie oder eine verzögerte Heilung häufiger auftreten als in anderen Regionen. Rauchen steigert dieses Risiko deutlich.
  • Auffällige oder wulstige Narbe (hypertrophe Narbe/Keloid). Die Narbenbildung hängt von der Hautstruktur der Person ab und lässt sich im Voraus nicht genau vorhersagen.
  • Absinken oder Verbreitern der Narbe im Leistenbereich. Besonders bei Menschen, denen viel Haut entfernt wurde, kann sich die Narbe durch die Spannung auf dem Gewebe mit der Zeit verlagern; dies erfordert mitunter einen korrigierenden Eingriff.
  • Flüssigkeitsansammlung (Serom) und Blutansammlung (Hämatom). Manchmal müssen sie mit einem kleinen Eingriff entleert werden.
  • Infektion.
  • Lymphödem oder vorübergehende Schwellung. Durch eine Beeinträchtigung der Lymphbahnen im Bereich kann es zu einer Schwellung des Beins kommen; die meisten sind vorübergehend, in seltenen Fällen jedoch bleibend. Bei Menschen mit vorbestehender Lymphabflussstörung wird dieses Risiko sorgfältig abgewogen.
  • Veränderungen der Empfindung. An der Oberschenkelinnenseite können vorübergehende oder bleibende Taubheit und Kribbeln auftreten.
  • Asymmetrie und selten der Bedarf einer korrigierenden Operation aufgrund eines vom Erwarteten abweichenden Ergebnisses.
  • Gerinnsel in den Venen (tiefe Venenthrombose) und Risiken im Zusammenhang mit der Vollnarkose.

Diese Liste schreiben wir nicht, um Ihnen Angst zu machen, sondern damit sie Teil Ihrer Entscheidung wird. Eine geeignete Patientenauswahl, ein erfahrenes Team, der Verzicht auf das Rauchen und eine regelmäßige Nachsorge verhindern die meisten dieser Risiken entweder oder erkennen sie früh. Umgekehrt spiegelt keine Aussage wie „null Risiko“ oder „keine Narbe“ die Wirklichkeit wider.

Wo verlaufen die Narben und wann verblassen sie?

Die Narbe ist das Thema, über das bei der Oberschenkelstraffung am meisten gesprochen werden sollte, denn diese Operationsnarbe ist eine Tatsache. Bei der Mini-Straffung verbleibt die Narbe waagerecht in der Leistenfalte, meist an der Unterkante der Unterwäsche oder des Bikinis. Bei der vertikalen Straffung verläuft die Narbe dagegen entlang der Oberschenkelinnenseite und verbirgt sich nicht unter der Unterwäsche.

Die Sichtbarkeit der Narbe ist von Person zu Person verschieden; Hautstruktur, Heilungsweise und die Region der Narbe spielen dabei eine Rolle. Eindeutige Formulierungen wie „bleibt unter dem Bikini, ist gar nicht zu sehen“ treffen nicht für jede Person zu; besonders die senkrechte Narbe kann je nach Person in unterschiedlicher Deutlichkeit sichtbar sein.

Zeitlich sieht das realistische Bild so aus: Die Narben sind in den ersten zwei bis drei Monaten rot und deutlich. Ab etwa dem sechsten Monat beginnen sie zu verblassen und gehen bei den meisten innerhalb von 12 bis 18 Monaten in feinere, der Hautfarbe näher kommende Linien über. Die Narben verschwinden jedoch möglicherweise nicht vollständig; dass sie dauerhaft leicht sichtbar bleiben, ist üblich. Die Narbenpflege – die von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlene Anwendung von Silikongel oder -pflaster, der Schutz der Narben vor der Sonne für mindestens sechs Monate und der Verzicht auf das Rauchen – kann die Heilungsqualität günstig beeinflussen.

Haltbarkeit und Langzeit: Verschlechtert sich das Ergebnis bei Gewichtszunahme?

Die Ergebnisse der Oberschenkelstraffung sind langlebig, weil die entfernte Haut nicht zurückkehrt. Der Körper aber lebt weiter; Schwerkraft, Alterung und vor allem Gewichtsschwankungen wirken mit der Zeit auf ihn ein.

Der entscheidendste Punkt ist die Gewichtsstabilität. Wird nach dem Eingriff deutlich zugenommen, kann der Oberschenkel erneut an Volumen gewinnen und die Haut beanspruchen; wird umgekehrt wieder stark abgenommen, kann sich die gestraffte Haut erneut entleeren. Deshalb zeigt sich das beste Ergebnis bei denen, bei denen der Eingriff nach der Festigung des Gewichts erfolgt und das Gewicht danach gehalten wird. Ihr Gewicht im Gleichgewicht zu halten, ist der größte Schutz des erreichten Ergebnisses.

Auch die Alterung muss einkalkuliert werden. Über die Jahre verliert die Haut einen Teil ihrer natürlichen Elastizität erneut; das gilt für jedes Bein, ob operiert oder nicht. Die Oberschenkelstraffung hält die Wirkung der Zeit nicht auf, verbessert aber den Ausgangspunkt deutlich. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind die gewöhnlichen, aber wirksamsten Gewohnheiten, die zum langen Erhalt des Ergebnisses beitragen.

Hinzuzufügen ist, dass der Weg des großen Gewichtsverlusts sich meist nicht auf eine einzelne Region beschränkt; bei derselben Person kann auch am Bauch, an den Armen oder am Gesäß Hautüberschuss bestehen, und deren Planung wird als Ganzes betrachtet.

Häufig gestellte Fragen zu Oberschenkelkorrektur

Da die entfernte Haut nicht zurückkehrt, ist das Ergebnis langlebig. Eine deutliche Gewichtszunahme kann den Oberschenkel jedoch erneut mit Volumen füllen und die Haut beanspruchen, während ein starkes Abnehmen die gestraffte Haut wieder entleeren kann. Das dauerhafteste Ergebnis zeigt sich bei Menschen, deren Gewicht nach dem Eingriff im Gleichgewicht gehalten wird. Mit dem Alter kann die Haut mit der Zeit einen Teil ihrer Elastizität erneut verlieren.
Bei Menschen, deren Gewichtsverlust noch nicht abgeschlossen ist, die in naher Zukunft ein starkes Abnehmen oder eine Adipositasoperation planen, die einen unkontrollierten Diabetes oder eine Gerinnungsstörung haben, an den Beinen ein unbehandeltes Lymphödem oder eine Durchblutungsstörung aufweisen oder das Rauchen nicht einstellen können, wird der Eingriff verschoben oder gilt möglicherweise als nicht geeignet. Ist die Hauterschlaffung gering und liegt das eigentliche Problem im Fett, kann statt einer Straffung eine Fettabsaugung die richtigere Wahl sein.
Der allgemeine Ansatz ist, nach Erreichen des Zielgewichts abzuwarten, bis das Gewicht mindestens sechs Monate, oft 12 bis 18 Monate stabil bleibt. Diese Zeit ist wichtig, damit die Haut ihre endgültige Form annimmt und der Ernährungshaushalt des Körpers sich festigt. Der genaue Zeitpunkt ist individuell und wird durch die ärztliche Beurteilung bestimmt.
Die Fettabsaugung entfernt allein das überschüssige Fett, berührt die Haut nicht und hinterlässt keine Narbe; sie eignet sich für Beine mit elastischer Haut. Die Oberschenkelstraffung entfernt dagegen überschüssige und erschlaffte Haut chirurgisch und erzielt im Austausch gegen eine Narbe eine straffe Oberfläche. Liegt das Problem im Fett, steht die Fettabsaugung im Vordergrund, liegt es in erschlaffter Haut, die Straffung; besteht beides zugleich, kann kombiniert werden.
Die Narben sind in den ersten zwei bis drei Monaten rot und deutlich, beginnen ab etwa dem sechsten Monat zu verblassen und gehen bei den meisten innerhalb von 12 bis 18 Monaten in feinere, der Hautfarbe näher kommende Linien über. Die Narben verschwinden möglicherweise nicht vollständig. Narbenpflege, Sonnenschutz und der Verzicht auf das Rauchen können die Heilungsqualität günstig beeinflussen.
In der Regel in den ersten zwei bis drei Wochen nahezu den ganzen Tag, danach einige weitere Wochen den überwiegenden Teil des Tages; die Gesamtdauer beträgt bei den meisten vier bis sechs Wochen. Das Kompressionskleidungsstück mindert das Ödem und hilft dem Gewebe, sich in seine Position zu setzen. Die genaue Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Ihrem Heilungstempo fest.
Ein gewisses Maß an Schmerz im Bereich ist nach dem Eingriff zu erwarten, da die Oberschenkelinnenseite eine ständig bewegte Region ist. Dieser Schmerz lässt sich bei den meisten mit regelmäßigen Schmerzmitteln weitgehend beherrschen. Die ersten Tage sind die intensivste Phase; in den folgenden Tagen nimmt er deutlich ab.
Die Rückkehr zu einer Bürotätigkeit ist bei den meisten nach einer Mini-Straffung etwa nach 10 bis 14 Tagen möglich, nach einer vertikalen Straffung kann sie 2 bis 3 Wochen dauern. Bei körperlich schwerer Arbeit und langem Stehen verlängert sich diese Zeit. Die genaue Dauer hängt von Ihrer Tätigkeit und Ihrem Heilungstempo ab.
Kurze Gänge werden schon ab dem ersten Tag nach dem Eingriff gefördert. Aktivere Übungen werden meist ab der sechsten Woche schrittweise freigegeben; für belastendes Laufen und Krafttraining der Beine wird die ärztliche Freigabe abgewartet. Schwimmen ist nach Abschluss der Wundheilung erlaubt.
Ja. Bei vielen Menschen liegen an der Oberschenkelinnenseite Hautüberschuss und Fetteinlagerung zugleich vor; in diesem Fall kann durch die Ergänzung der Straffung mit einer Fettabsaugung eine ebenmäßigere Kontur erreicht werden. Ob kombiniert wird, entscheidet die Beurteilung in der Sprechstunde.
Die Oberschenkelstraffung wird in der Regel in derselben Sitzung an beiden Beinen durchgeführt; so bleibt die Symmetrie gewahrt und es gibt nur eine Heilungsphase. Bei umfassenden Körperformungsplänen kann die Ärztin oder der Arzt eine Aufteilung der Eingriffe in Etappen bevorzugen, um die operative Belastung auszugleichen.
Nein. Die Narben verblassen mit der Zeit deutlich, verschwinden aber möglicherweise nicht vollständig; dass sie dauerhaft leicht sichtbar bleiben, ist üblich. Das endgültige Bild der Narbe hängt von der Hautstruktur der Person, der Heilungsweise und der Narbenpflege ab. Die Oberschenkelstraffung beseitigt die Erschlaffung an der Beininnenseite und den Hautüberschuss besonders nach großem Gewichtsverlust und sorgt im Austausch gegen eine Narbe für eine deutliche Straffung. Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information; welche Technik für Sie geeignet ist – oder ob statt einer Straffung bereits eine Fettabsaugung genügt –, kann nur eine persönliche Untersuchung und ärztliche Beurteilung entscheiden. Ihre offenen Fragen in einem Untersuchungsgespräch mit einer Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische Chirurgie zu besprechen, ist der richtige erste Schritt.

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