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Gesichtsverjüngung

30.03.2019 11.07.2026 Prof. Dr. Hayati AKBAŞ 16 Min. Lesezeit
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Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Autor
Prof. Dr. Hayati AKBAŞ
Plastik, Rekonstrüktif ve Estetik Cerrahi Uzmanı

Prof. Dr. Hayati AKBAŞ hat viele wissenschaftliche Studien, Artikel in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, und viele wissenschaftliche Studien werden auf na...

Wenn man vor dem Spiegel die Wangen mit beiden Händen sanft nach oben zieht, sieht man für einen Moment ein jüngeres Gesicht – und genau dieser Anblick führt viele Menschen in die Sprechstunde. Absinkende Wangen, eine unschärfer werdende Kinnlinie, erschlaffte Haut am Hals, ein müder Ausdruck rund um die Augen: Nichts davon entsteht über Nacht. Die Veränderungen schleichen sich über Jahre ein und fallen oft erst auf alten Fotos richtig auf.

Weil das Problem nicht in einer einzigen Schicht liegt, gibt es auch nicht die eine Lösung. Die Gesichtsalterung schreitet gleichzeitig in der Haut, im subkutanen Fettgewebe, in der darunterliegenden Muskel-Band-Schicht und sogar im knöchernen Gerüst voran. „Gesichtsverjüngung“ ist deshalb kein einzelner Eingriff, sondern eine ganze Familie von Möglichkeiten – von Botulinumtoxin über fraktionierte Laser und Filler bis hin zum chirurgischen Facelift.

Auf dieser Seite stellen wir die beiden Hauptwege nebeneinander: die nicht-chirurgischen Verfahren und das operative Facelift. Sie erfahren Schritt für Schritt, welcher Weg zu wem passt, wie die Behandlungen geplant werden, wie der Heilungsverlauf aussieht und welche Risiken man offen ansprechen sollte. Die endgültige Entscheidung fällt immer erst nach einer persönlichen Untersuchung und ärztlichen Einschätzung; die Informationen hier sollen Ihnen helfen, gut vorbereitet in dieses Gespräch zu gehen.

Yüz Gençleştirme

Warum altert das Gesicht?

Alterung nur als „Faltenbildung der Haut“ zu verstehen, bedeutet, lediglich die Spitze des Eisbergs zu betrachten. Im Gesicht verändern sich vier Schichten zugleich.

Die Produktion von Kollagen und Elastin in der Haut verlangsamt sich schon ab Mitte zwanzig; die Haut wird dünner, verliert an Spannkraft, und durch UV-Schäden treten Pigmentflecken hervor. Die Fettkompartimente unter der Haut verlieren an Volumen und verlagern sich: Während die Fülle über den Wangenknochen nach unten absinkt, können sich am Kieferrand und unter dem Kinn unerwünschte Polster bilden. Die als SMAS bezeichnete Muskel-Band-Schicht erschlafft; das Absacken der Wangen und die sich vertiefenden Nasolabialfalten (die Linien vom Nasenflügel zum Mundwinkel) hängen wesentlich damit zusammen, dass diese Schicht der Schwerkraft nachgibt. Schließlich verändert sich sogar das knöcherne Gerüst: Die Augenhöhle weitet sich, der Kieferknochen verliert an Volumen.

Die genetische Veranlagung ist der stärkste Faktor für das Tempo dieses Prozesses. Danach folgen Sonneneinstrahlung, Rauchen, starke Gewichtsschwankungen, unregelmäßiger Schlaf und chronischer Stress. Bei Rauchern beginnt die Hautalterung nachweislich deutlich früher als bei gleichaltrigen Nichtrauchern.

Dieses Schichtmodell erklärt auch, warum die Wahl des Verfahrens so individuell ist. Ein Gesicht, bei dem nur die Hautqualität nachgelassen hat, lässt sich nicht mit demselben Eingriff verjüngen wie ein Gesicht, dessen SMAS-Schicht erschlafft ist und dessen Gewebe bereits absackt.

Worin liegt der Unterschied zwischen chirurgischem Facelift und nicht-chirurgischer Verjüngung?

Kurz gesagt: Nicht-chirurgische Verfahren ersetzen verlorenes Volumen, verbessern die Hautqualität und mildern mimikbedingte Linien. Das chirurgische Facelift dagegen bringt erschlafftes Gewebe anatomisch wieder in seine ursprüngliche Position.

Botox, Filler, Laser oder Fadenlifting können ein Absacken kaschieren, aber Gewebe, das die Schwerkraft nach unten gezogen hat, nicht dauerhaft wieder anheben. Bei deutlich abgesackten Wangen, einer ausgeprägten Störung der Kinnlinie (Jowls) und erschlaffter Haut-Muskel-Struktur am Hals führt der Versuch, diese Befunde mit nicht-chirurgischen Mitteln rückgängig zu machen, meist sowohl beim Ergebnis als auch bei den Erwartungen zu Enttäuschung.

Umgekehrt wäre es genauso falsch, jemandem Anfang dreißig, der sich nur an Stirnfalten und Fältchen um die Augen stört, ein Facelift zu empfehlen. Die richtige Frage lautet nicht „Welche Methode ist besser“, sondern: „In welcher Schicht findet die Veränderung in meinem Gesicht statt – und welches Instrument erreicht genau diese Schicht?“

Die beiden Ansätze sind keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich häufig. Bei einem Patienten mit Facelift können ein Laser für die Hautqualität und Botulinumtoxin für die Mimikfalten Teil desselben Behandlungsplans sein.

Wer ist geeigneter Kandidat – und wer nicht?

Geeignetes Profil für ein chirurgisches Facelift

Für ein Facelift gibt es kein einzelnes „richtiges Alter“, sondern die richtigen Befunde. Die häufigste Gruppe liegt etwa zwischen 45 und 65 Jahren, doch die Entscheidung richtet sich nicht nach dem kalendarischen Alter, sondern nach dem Zustand des Gewebes. Beim geeigneten Kandidaten zeigen sich typischerweise: deutliches Absacken im Mittelgesicht und an den Wangen, eine verwaschene Kinnlinie, erschlaffte Haut oder Bänder am Hals – und zugleich noch genügend Hautelastizität, um sich nach der Operation gut anzupassen.

Der allgemeine Gesundheitszustand ist mindestens so entscheidend wie der Gesichtsbefund. Ein unzureichend eingestellter Diabetes, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gerinnungsstörungen oder die Einnahme von Blutverdünnern beeinflussen die Operationsentscheidung unmittelbar. Rauchen ist ein Kapitel für sich: Da Nikotin die Hautdurchblutung stört, erhöht es das Risiko für Wundheilungsstörungen und Hautnekrosen; die meisten Chirurgen verlangen deshalb, dass mindestens 3 bis 4 Wochen vor und nach dem Eingriff vollständig auf das Rauchen verzichtet wird.

Geeignetes Profil für nicht-chirurgische Verfahren

Bei Patienten in den Dreißigern und Vierzigern, die weniger unter Absacken als unter frühen Alterungszeichen leiden (Mimikfalten, erste Anzeichen von Volumenverlust, ein unebenmäßiger Hautton, leichte Erschlaffung), reichen nicht-chirurgische Optionen meist aus. Auch bei Patienten, die zwar für eine Operation geeignet wären, sie aber noch nicht wünschen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht durchführen lassen können, können diese Verfahren als Überbrückung dienen.

Wann sollte man warten oder verzichten?

In Schwangerschaft und Stillzeit werden ästhetische Eingriffe verschoben. Aktive Hautinfektionen, unzureichend kontrollierte systemische Erkrankungen und unrealistische Erwartungen sprechen in beiden Gruppen gegen eine Behandlung. Ziele wie „zwanzig Jahre jünger aussehen“, einer Prominenten auf einem Foto ähneln oder die Alterung völlig anhalten zu wollen, lassen sich mit keinem Verfahren erfüllen; solche Erwartungen werden in der Untersuchung offen angesprochen, und im Zweifel wird von einem Eingriff abgeraten.

Untersuchung und Planung: Was passiert beim ersten Gespräch?

Ein guter Plan zur Gesichtsverjüngung entsteht nicht im Operationssaal, sondern im Sprechzimmer. Beim Erstgespräch beobachtet der Arzt Ihr Gesicht im Sitzen und beim Sprechen – denn im Liegen verschwindet das Absacken, und die Mimik lässt sich nur bei natürlichem Ausdruck beurteilen. Hautqualität, Hautdicke, Fettverteilung, die Erschlaffung des SMAS, die Struktur des Halses und Asymmetrien des Gesichts werden einzeln festgehalten.

Aus standardisierten Blickwinkeln werden Fotos angefertigt. Diese Aufnahmen dienen als medizinische Dokumentation – sowohl für die Planung als auch für den Vergleich nach dem Eingriff.

Die Anamnese nimmt mindestens so viel Zeit in Anspruch wie die Untersuchung selbst. Gefragt wird nach Ihren Medikamenten (besonders Aspirin, Blutverdünner und bestimmte pflanzliche Präparate), chronischen Erkrankungen, früheren Operationen, Rauch- und Alkoholgewohnheiten sowie nach früher durchgeführten Filler- oder Fadenbehandlungen. Wenn Ihnen früher ein permanenter Filler injiziert wurde, sollten Sie das unbedingt erwähnen; es kann den Operationsplan verändern.

Am Ende des Gesprächs wird meist nicht ein einzelner Eingriff empfohlen, sondern eine schichtorientierte Kombination. Wird eine Operation erwogen, folgen Blutuntersuchungen und bei Bedarf eine kardiologische sowie anästhesiologische Abklärung. Scheuen Sie sich in der Entscheidungsphase nicht zu fragen: Welche Technik ist geplant, wo verlaufen die Schnitte, wie viele Wochen dauert die Heilung, in welchem Fall könnte eine Korrektur nötig werden. Dass diese Fragen klar beantwortet werden, ist eines der verlässlichsten Zeichen für einen seriösen Ablauf.

Chirurgische Facelift-Techniken

„Facelift“ ist keine einzelne Operation; je nach Ausmaß und Lage des Absackens kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Gemeinsam ist ihnen: Ein modernes Facelift strafft nicht einfach die Haut, sondern positioniert die eigentliche Trägerschicht, das SMAS, neu. Die alten Lift-Operationen, bei denen nur an der Haut gezogen wurde, hielten nicht nur kurz, sondern hinterließen auch jenen „überspannten“, künstlichen Ausdruck; heutige Techniken haben dieses Problem weitgehend überwunden.

SMAS-Facelift

Die am häufigsten angewandte Technik. Der Schnitt beginnt in der behaarten Kopfhaut, folgt der Falte vor dem Ohr und zieht sich hinter das Ohr. Nachdem die Haut angehoben wurde, wird die SMAS-Schicht entweder gefaltet (Plikatur) oder ein Teil davon entfernt und nach oben-seitlich aufgehängt (SMASektomie), um sie neu zu straffen. Überschüssige Haut wird so entfernt, dass keine Spannung entsteht. Wirksam bei Absacken an Wangen, Kinnlinie und im oberen Halsbereich.

Deep-Plane-Facelift

Eine fortgeschrittene Technik, bei der unterhalb der SMAS-Schicht gearbeitet wird: Das Gewebe wird aus seinen Halteverbindungen gelöst und der gesamte Gewebeverbund als ein Block nach oben verlagert. Besonders bei Einsinken im Mittelgesicht (Wangenknochenbereich) und tiefen Nasolabialfalten kann sie eine umfassendere Korrektur erreichen. Chirurgisch ist sie anspruchsvoller und erfordert das Arbeiten nahe an den Ästen des Gesichtsnervs; hier ist Erfahrung entscheidend.

Mini-Facelift (MACS und ähnliche begrenzte Techniken)

Diese Gruppe wird mit kürzeren Schnitten und begrenzterer Gewebeablösung durchgeführt und kommt für Patienten mit frühem bis mittlerem Absacken infrage, meist im Bereich von 40 bis 55 Jahren. Die Heilung verläuft schneller; dafür ist die Wirkung auf deutliche Erschlaffung am Hals begrenzt. Das Wort „Mini“ mindert nicht die Ernsthaftigkeit des Eingriffs – auch dies ist eine Operation und wird mit derselben Sorgfalt geplant.

Halslifting und begleitende Eingriffe

Das Gesicht zu verjüngen und den Hals unverändert zu lassen, lässt das Bild halb fertig. Zeigen sich am Hals strangartige Bänder, kann im selben Eingriff eine Korrektur des Platysma-Muskels (Platysmaplastik) ergänzt werden; bei Fettansammlung unter dem Kinn eine Liposuktion. Ebenso zählen ein Brauenlift bei abgesackten Augenbrauen, eine Blepharoplastik bei überschüssiger Haut an den Lidern und eine Eigenfettinjektion bei Volumenverlust zu den häufig mit dem Facelift kombinierten Eingriffen. Welche Kombination sicher ist, hängt von der Gesamtdauer der Operation und vom Allgemeinzustand des Patienten ab.

Nicht-chirurgische Verfahren zur Gesichtsverjüngung

Botulinumtoxin (Botox)

Bei Stirnfalten, Zornesfalten zwischen den Augenbrauen und Krähenfüßen, die durch übermäßige Anspannung der Mimikmuskeln entstehen, ist es die Behandlung der ersten Wahl. Die Anwendung dauert wenige Minuten, die Wirkung setzt innerhalb von 3 bis 7 Tagen ein und hält meist 3 bis 6 Monate an. Auf Absacken und Volumenverlust hat es keinen Einfluss. Näheres finden Sie auf unserer Seite zur Faltenbehandlung.

Filler-Behandlungen

Filler auf Hyaluronsäurebasis ersetzen verlorenes Volumen: Wangenknochen, Lichtverlust unter den Augen, Nasolabialfalten, der Bereich um die Lippen und die Kinnlinie werden am häufigsten behandelt. Die Wirkdauer liegt je nach Dichte des Produkts und behandeltem Bereich meist zwischen 6 und 18 Monaten. Ein wichtiger Vorteil der Hyaluronsäure ist, dass sie sich bei Bedarf mit dem Enzym Hyaluronidase wieder auflösen lässt.

Eigenfettinjektion (Lipofilling)

Dabei wird körpereigenes Fett aus Bauch oder Oberschenkel des Patienten entnommen, aufbereitet und ins Gesicht übertragen. Da es sich um körpereigenes Gewebe handelt, sind allergische Reaktionen nicht zu erwarten; das eingewachsene Fett kann langfristig wirken. Ein Teil des übertragenen Fetts (in den meisten Serien etwa 30 bis 50 Prozent) wird jedoch mit der Zeit vom Körper resorbiert; deshalb wird mitunter eine zweite Sitzung eingeplant. Das Verfahren kann allein oder in derselben Sitzung wie ein Facelift durchgeführt werden.

Laser- und energiebasierte Verfahren

Fraktionierte Laser erzeugen in der Haut kontrollierte Mikroverletzungen und regen so die Kollagenbildung an; eingesetzt werden sie bei Hautton, feinen Fältchen, erweiterten Poren und Pigmentflecken. Die Behandlung wird meist in 3 bis 5 Sitzungen geplant, mit 4 bis 6 Wochen Abstand dazwischen. Nach dem Eingriff sind 3 bis 7 Tage Rötung und leichte Krustenbildung zu erwarten. In der Zeit nach dem Laser ist Sonnenschutz nicht verhandelbar: Man sollte mindestens 4 bis 6 Wochen direkte Sonne meiden und täglich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden; andernfalls steigt das Risiko möglicherweise bleibender Pigmentflecken (Hyperpigmentierung) deutlich. Deshalb werden Laserbehandlungen überwiegend in den Herbst- und Wintermonaten geplant.

Fokussierter Ultraschall (HIFU) hingegen leitet Wärmeenergie bis auf die SMAS-Ebene, ohne die Hautoberfläche zu schädigen, und zielt so auf eine Straffung des Gewebes; er ist eine Option für Patienten mit leichter bis mittlerer Erschlaffung, die keine Operation wünschen.

Fadenlifting

Ein Zwischenverfahren, bei dem das Gewebe mit unter die Haut eingebrachten, gezähnten, resorbierbaren Fäden nach oben aufgehängt wird. Die Heilung ist im Vergleich zur Operation kurz, die Wirkung dagegen begrenzt und vorübergehend; meist lässt sie innerhalb von 1 bis 2 Jahren nach. Es kann bei Patienten mit leichtem Absacken erwogen werden, die sich noch nicht für eine Operation bereit fühlen.

Welches Verfahren bei welchem Problem? Vergleichstabelle

Die folgende Tabelle bietet einen allgemeinen Rahmen; Zeiträume und Wirkungen sind von Mensch zu Mensch verschieden, und keine Zeile ersetzt die Untersuchung.

Verfahren Angezieltes Problem Dauer des Eingriffs Rückkehr ins soziale Leben Durchschnittliche Wirkdauer
Botulinumtoxin Mimikbedingte Linien 10–15 Min. Noch am selben Tag 3–6 Monate
Filler Volumenverlust, Linien und Kontur 15–30 Min. Selber / nächster Tag 6–18 Monate
Eigenfettinjektion Ausgedehnter Volumenverlust 1–2 Stunden 3–7 Tage Beim eingewachsenen Fett langfristig
Fraktionierter Laser Hautqualität, feine Fältchen, Flecken 20–40 Min. (3–5 Sitzungen) 3–7 Tage Mit Pflege 1–2 Jahre
HIFU Leichte bis mittlere Hauterschlaffung 30–60 Min. Noch am selben Tag 12–18 Monate
Fadenlifting Leichtes Absacken 30–60 Min. 2–5 Tage 1–2 Jahre
Chirurgisches Facelift Deutliches Absacken, Kinnlinie und Halserschlaffung 3–5 Stunden 2–3 Wochen Bei den meisten Patienten 7–10 Jahre

Der Tag der Operation: Was erwartet Sie?

Ein Facelift wird meist in Vollnarkose durchgeführt; bei begrenzten Techniken ist auch eine örtliche Betäubung mit Sedierung möglich. Je nach kombinierten Eingriffen dauert die Operation 3 bis 5 Stunden. Die geplanten Schnitte und Aufhängerichtungen werden morgens mit einem Stift auf Ihrem Gesicht markiert; diese Markierung erfolgt im Sitzen, weil sich das Gewebe im Liegen verlagert.

Nach Abschluss der Operation wird das Gesicht mit einem speziellen, leicht komprimierenden Verband umwickelt. Um eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut zu verhindern, werden bei den meisten Patienten dünne Drainagen eingelegt; sie werden in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Tagen entfernt. Eine Übernachtung in der Klinik ist üblich.

In der ersten Nacht wird weniger Schmerz als vielmehr ein Gefühl von Spannung und Druck beschrieben. Ein Taubheitsgefühl rund um die Ohren ist normal und nimmt im Lauf der Wochen ab. Starker, einseitiger und zunehmender Schmerz ist dagegen nicht normal; er kann ein Zeichen für eine Blutansammlung (Hämatom) sein und sollte dem Team sofort gemeldet werden. Deshalb werden Sie in den ersten 24 Stunden engmaschig überwacht.

Heilungsverlauf Woche für Woche

Der folgende Ablauf beschreibt einen typischen Verlauf; Alter, Hautbeschaffenheit und kombinierte Eingriffe können die Zeiträume verlängern oder verkürzen.

Die ersten 72 Stunden. In dieser Phase sind Schwellung und Blutergüsse am stärksten ausgeprägt; meist erreichen sie am 2. bis 3. Tag ihren Höhepunkt. In den ersten drei Nächten sollen Sie mit um 30 bis 45 Grad erhöhtem Kopf auf dem Rücken schlafen; Seitenlage belastet die Nähte und kann zu asymmetrischer Schwellung führen. Kühlung erfolgt so, wie Ihr Arzt es beschreibt. Vermeiden Sie es, sich nach vorn zu beugen, zu pressen oder schwer zu heben.

1. Woche. Ein Teil der Nähte und der Verband werden im Lauf dieser Woche entfernt; am 5. bis 7. Tag ist das Haarewaschen meist erlaubt. Die Blutergüsse beginnen, gelblich zu werden und zu verblassen. Ruhige Spaziergänge zu Hause fördern die Durchblutung, Sport ist jedoch noch untersagt. Leicht kaubare, salzarme Kost hilft, die Schwellung zu kontrollieren.

2. Woche. Die restlichen Nähte werden entfernt. Die Blutergüsse verblassen so weit, dass sie sich mit Abdeckung überschminken lassen. Die meisten Menschen mit Bürotätigkeit kehren zwischen dem 10. und 14. Tag an die Arbeit zurück. Örtliche Verhärtungen und taube Stellen im Gesicht bestehen noch; das gehört zum natürlichen Verlauf dazu.

3.–4. Woche. Bei den meisten Patienten bleibt in geselliger Umgebung kein auffälliges Zeichen zurück. Leichte Bewegung ist meist ab der 3. Woche erlaubt, intensiver Sport ab der 4. bis 6. Woche. Die Schnittlinien wirken rosa; Sonnenschutz ist auch in dieser Phase entscheidend für die Qualität der Narbe.

2.–6. Monat. Das Ödem in den tieferen Gewebeschichten löst sich langsam auf; um das endgültig gesetzte Ergebnis des Gesichts zu beurteilen, sollte man 6 Monate abwarten. Das Taubheitsgefühl rund um die Ohren geht weitgehend zurück. Die Narben verblassen weiter und werden entlang des Haaransatzes und in den Ohrfalten zunehmend unauffällig.

Risiken und Komplikationen

Kein ästhetischer Eingriff ist ohne Risiko, und dieser Abschnitt soll nicht Angst machen, sondern Sie zu einer bewussten Entscheidung befähigen.

Risiken des chirurgischen Facelifts

Die häufigste frühe Komplikation ist das Hämatom, also eine Blutansammlung unter der Haut; in der Literatur wird die Häufigkeit in den meisten Serien mit 1 bis 4 Prozent angegeben, bei männlichen Patienten etwas höher. Früh erkannt, wird es entlastet und hinterlässt in der Regel keinen bleibenden Schaden. Eine Beeinträchtigung der Äste des Gesichtsnervs ist selten; in der großen Mehrheit der Fälle ist sie vorübergehend und bildet sich innerhalb von Wochen bis Monaten zurück, ein bleibender Schaden ist rar. Infektion, verzögerte Wundheilung, Durchblutungsstörungen der Haut (besonders bei Rauchern), langanhaltendes Taubheitsgefühl rund um die Ohren, auffällige oder sich verbreiternde Narben, Veränderungen des Haaransatzes, Asymmetrie und selten die Notwendigkeit einer Korrekturoperation sind weitere mögliche Punkte. Die Risiken der Vollnarkose werden zusätzlich vom Anästhesieteam beurteilt und erläutert.

Risiken der nicht-chirurgischen Verfahren

Das Wort „nicht-chirurgisch“ bedeutet nicht „risikofrei“. Die schwerwiegendste, sehr seltene Komplikation von Filler- und Eigenfettinjektionen ist das ungewollte Eindringen von Substanz in ein Blutgefäß (Gefäßverschluss); es kann zu einer Störung der Hautdurchblutung und bei Anwendungen um die Augen in sehr seltenen Fällen zu Sehverlust führen. Wird von Ärzten gearbeitet, die die Gefäßanatomie des Gesichts beherrschen und darin geschult sind, und mit geeigneter Technik, verringert das dieses Risiko – ganz ausschließen lässt es sich jedoch nicht. Bei der Eigenfettinjektion können zudem ein nicht vorhersehbarer Anteil an resorbiertem Fett, Asymmetrie, vorübergehende Schwellung und Blutergüsse, die Bildung von Fettzysten und tastbare Verhärtungen auftreten.

Bei Botulinumtoxin sind ein vorübergehendes Absacken von Braue oder Augenlid sowie ein unerwünschter Wechsel des Gesichtsausdrucks bekannt; bei Fillern Blutergüsse, Ödeme, selten Granulome und Spätreaktionen; beim Laser eine verlängerte Rötung, Pigmentflecken (besonders wenn der Sonnenschutz nicht eingehalten wird) und selten Narben; bei Fadenbehandlungen Einziehungen der Haut, ein Tasten der Fäden und ein frühzeitiger Wirkverlust.

Welche dieser Punkte für Sie vorrangig sind, hängt von Ihrem Alter, Ihrem Hauttyp, Ihren Medikamenten und dem gewählten Verfahren ab. Es ist Ihr gutes Recht, im Aufklärungsgespräch vor dem Eingriff eine ausführliche Darstellung Ihres persönlichen Risikoprofils zu verlangen.

Haltbarkeit und Langzeit: Wie lange hält das Ergebnis?

Ein häufig zitierter Satz fasst die Realität gut zusammen: Ein Facelift dreht die Uhr zurück, hält sie aber nicht an. Die Operation versetzt Sie im Vergleich zu Gleichaltrigen an einen jüngeren Ausgangspunkt; von dort läuft die Alterung in ihrem natürlichen Tempo weiter. Bei den meisten Patienten ist die Wirkung eines chirurgischen Facelifts 7 bis 10 Jahre lang zu beobachten, bei manchen länger. Jahre später kann bei Patienten, die es wünschen, eine begrenztere Auffrischung zum Thema werden.

Bei nicht-chirurgischen Verfahren sind die Zeiträume naturgemäß kürzer: Botulinumtoxin 3 bis 6 Monate, Hyaluronsäurefiller je nach Region 6 bis 18 Monate, HIFU und Fadenbehandlungen meist 1 bis 2 Jahre. Diese Behandlungen werden gesteuert, indem man sie wiederholt, solange die Wirkung anhält.

Welchen Weg Sie auch wählen – die Faktoren, die die Lebensdauer des Ergebnisses verlängern, sind dieselben: regelmäßiger Sonnenschutz, ein Leben ohne Rauchen, ein stabiles Gewicht, ausreichend Schlaf und regelmäßige Hautpflege. Selbst der umfassendste Eingriff altert schneller als erwartet, wenn er auf starke UV-Schäden und Rauchen trifft.

Häufig gestellte Fragen zu Gesichtsverjüngung

Nicht-chirurgische Verfahren zielen auf Volumenverlust, Hautqualität und Mimikfalten; ein chirurgisches Facelift positioniert erschlafftes Gewebe auf SMAS-Ebene neu. Bei deutlichem Absacken und Halserschlaffung steht die Chirurgie im Vordergrund, bei frühen Alterungszeichen die nicht-chirurgischen Optionen; häufig werden beide auch kombiniert.
Ein festes Alter gibt es nicht; die Entscheidung richtet sich nach dem Befund. Botulinumtoxin gegen Mimikfalten wird meist ab den Dreißigern ein Thema, während ein chirurgisches Facelift überwiegend ab etwa 45 Jahren erwogen wird. Statt in jungen Jahren „vorbeugend“ schwere Eingriffe vornehmen zu lassen, ist es sinnvoller, in der Untersuchung eine persönliche Route zu erarbeiten.
Die Wirkung von Botulinumtoxin hält meist 3 bis 6 Monate. Hyaluronsäurefiller wirken je nach behandeltem Bereich und Produktdichte überwiegend 6 bis 18 Monate. Stoffwechseltempo, Muskelaktivität und Lebensstil verschieben diese Zeiträume von Mensch zu Mensch.
Beim fraktionierten Laser wird die Behandlung meist auf 3 bis 5 Sitzungen angelegt, mit 4 bis 6 Wochen Abstand, damit sich die Haut erneuern kann. Die Zahl der Sitzungen wird in der Untersuchung anhand der Tiefe des Hautproblems und der Geräteparameter festgelegt.
Rötung und leichte Krustenbildung gehen nach dem Eingriff meist in 3 bis 7 Tagen zurück. Man sollte direkte Sonne mindestens 4 bis 6 Wochen meiden und täglich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden; andernfalls steigt das Risiko möglicherweise bleibender Pigmentflecken. Deshalb werden Laserbehandlungen überwiegend in den Monaten mit schwacher Sonne geplant.
Vorübergehende Schwellung und Blutergüsse sind häufig. Ein Teil des übertragenen Fetts (bei den meisten Patienten etwa 30 bis 50 Prozent) wird mit der Zeit resorbiert, sodass eine zusätzliche Sitzung nötig sein kann. Asymmetrie, Fettzysten und Verhärtungen sind möglich. Ein sehr seltenes, aber ernstes Risiko ist das Eindringen von Fett in ein Blutgefäß; deshalb ist es wichtig, dass die Anwendung von einem mit der Gesichtsanatomie vertrauten Arzt durchgeführt wird.
Die Schnitte werden in der behaarten Kopfhaut und in den natürlichen Linien der Ohrfalten verborgen. Die Narben wirken in den ersten Monaten rosa und verblassen bei den meisten Patienten innerhalb von 6 bis 12 Monaten so weit, dass sie ohne genaues Hinsehen kaum auffallen. Die Narbenqualität variiert je nach Hauttyp und Heilungsverhalten von Mensch zu Mensch; die Narbe verschwindet nicht vollständig, sie wird unauffällig.
Weil moderne SMAS- und Deep-Plane-Techniken die Haut nicht übermäßig straffen, sondern das Gewebe an seine ursprüngliche Position zurückbringen, ist das Ziel kein „überspanntes“, sondern ein erholtes Aussehen. Eines der Grundziele der Planung ist der Erhalt der natürlichen Mimikfunktion. Natürlichkeit hängt wesentlich von der richtigen Planung und einer dosierten Gewebeverschiebung ab; das setzt voraus, dass die Erwartungen in der Untersuchung klar besprochen werden.
Bei Bürotätigkeiten kehren die meisten Patienten innerhalb von 10 bis 14 Tagen an die Arbeit zurück. Bei körperlich fordernden Tätigkeiten kann sich dieser Zeitraum auf 3 bis 4 Wochen verlängern. Wer überwiegend in Videokonferenzen arbeitet, sollte wissen, dass sich das Erscheinungsbild vor der Kamera ab der 2. Woche mit Make-up steuern lässt.
Bei den meisten Patienten 7 bis 10 Jahre, bei manchen länger. Die Operation hält die Alterung nicht an; sie versetzt Sie an einen jüngeren Ausgangspunkt, und der Prozess läuft von dort in seinem natürlichen Tempo weiter. Sonnenschutz und ein Leben ohne Rauchen verlängern die Lebensdauer des Ergebnisses.
Ja, das ist eine häufig angewandte Kombination. Lidästhetik, Brauenlift, Halslifting und Eigenfettinjektion können bei geeigneten Patienten in derselben Sitzung geplant werden. Die Gesamtdauer der Operation und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten bestimmen, was sich kombinieren lässt.
Bei deutlichem Absacken nein. Filler, Fäden und energiebasierte Geräte können erschlafftes Gewebe nicht in dem Maße anheben wie die Chirurgie; in diesem Fall können übereinander gelegte nicht-chirurgische Eingriffe sowohl die Natürlichkeit beeinträchtigen als auch die Erwartung nicht erfüllen. Bei frühen und leichten Befunden können nicht-chirurgische Verfahren dagegen jahrelang ausreichen. An welchem Punkt Sie stehen, klärt die Untersuchung. --- Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht die Untersuchung. Für die Bestimmung des für Sie geeigneten Verfahrens ist eine Beurteilung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie erforderlich.

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