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Agressionskontrolle und der Umgang

30.03.2019 09.04.2019 FBM Estetik 4 Min. Lesezeit
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Mit Aggression assozieren wir meistens unangepasstes, zerstörerisches, böses und destruktives Verhalten. Das Wort wird oft mit Gewalt synonym verwendet, der extremen Form von Aggression, bei der psychische Aggression angewandt oder glaubwürdig angedroht wird.

Wie entsteht Aggression? Sehr selten bricht sie ganz plötzlich aus; sie spitzt sich eher zu. Aufgeregte und emotionale Interaktionen mit anderen können aggressive Gefühle auslösen. In der Eskalationsphase wird ein Zustand erreicht, in dem die Person aus dem Gleichgewicht gebracht, angespannt und aufgeregt wird. Die Folge kann der Verlust der Kontrolle über das eigene Verhalten sein – was natürlich nicht immer der Fall sein muss.

Aggressionen können demnach unterschiedliche Dimensionen und Formen annehmen. Die vielseitigen Aggressionstypen erfordern auch darauf angepasste Lösungsansaetze. Ein wichtiger Bereich der Lösungsansaetze ist die Familie.

Die Tendenz ist, dass in den Familien Probleme aufgeschoben und erst zu einem spaeteren Zeitpunkt thematisiert werden. Die Folge dieser mangelnden Kommunikation sind haeufig aggressive Verhaltensweisen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die in der Familie erlebten individuellen sozialen und emotionalen Erfahrungen sehr bedeutend für die Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders sind. Allerdings bedeutet das nicht, dass eine Person, die in ihrer Kindheit der Gewalt ausgesetzt worden war, diese Erfahrung im Erwachsenenalter zwangslaeufig reproduziert.

Wie besiegt man die Agression ?

Aggressionen abbauen bedeutet nicht zwangslaeufig, Aggressionen unterdrücken zu müssen. Wut und Aggressionen können mit unter auch kontrolliert ausgelebt werden. Beide Wege zum Aggressionsabbau sind denkbar und können zielführend sein, jeder muss aber seinen eigenen Weg finden. Agressionskontrolle und der Umgang

Aggressionen gehören zum menschlichen Dasein und sind deshalb im Grunde nicht als negativ zu bewerten. Geraten die Zornesausbrüche allerdings außer Kontrolle oder stellt sich staendig wiederkehrendes aggressives Verhalten ein, besteht ein ernsthaftes Problem. Jeder hat hin und wieder mit Aggressionen zu kaempfen, der eine mehr, der andere seltener. Inwieweit ein Mensch mit Aggressionen umgehen kann, wird auch von der Erziehung beeinflusst.

Aeußere Stimulanzen wirken auf eine Person ein und erzeugen eine Reaktion. Je nach Typ schlaegt der Betroffene die Flucht ein oder geht zum Angriff über. Ein aengstlicher Mensch will der unangenehmen Situation sicherlich möglichst schnell entrinnen, waehrend sich der Kaempfer auf eine Konfrontation einlaesst, die sowohl verbal als auch handgreiflich ausfallen kann. Die aktive Handlung sorgt für einen sofortigen Abbau der Aggression.

In früheren Zeiten gab es die Problematik Aggressionen bewaeltigen nicht, denn die Aggressionen wurden für gewöhnlich unmittelbar ausgelebt. Zur Vorzeit war spontan Aggressionen abbauen sogar überlebensnotwendig. Tauchte ein wildes Tier auf, blieben nur die Flucht oder der Kampf mit der Bestie. In unserer modernen Gesellschaft gehören Abwehrhandlungen wie Schlaege oder Schreien nicht zum guten Ton.

Im Job besteht nach einem aergernis nicht die Möglichkeit, den Arbeitsplatz unerlaubt zu verlassen. Zurück bleiben unterdrückte Aggressionen, die weiterhin im Unterbewusstsein brodeln. Diese Energien benötigen ein Ablassventil, sonst kocht der Kessel irgendwann über.

Expressive körperliche Aggression in der Form von gewalttaetigem Handeln nimmt normalerweise Kurs auf die Person, die den aerger bewirkte. Ist der Verursacher der Aggression unangreifbar, weil es sich z. B. um eine angesehene Persönlichkeit handelt, wird unter Umstaenden ein Ersatzziel gewaehlt. Das können schwaechere Menschen oder Gegenstaende sein. Die umgeleitete Wut trifft möglicherweise Autos oder öffentliche Anlagen.

Chronische Überbelastung hat nicht selten ein hohes Agressionspotenzial zur Folge. Aggressionen besiegen kann in diesem Fall nur gelinWutgen, wenn zunaechst der Stress reduziert wird. Aggressionen mit Sport abbauen befreit von innerem Druck und ermöglicht ein Leben ohne unkontrollierte Wuteskalationen.Therapeuten raten oftmals zum Herausgehen aus der Konstellation, die einen Aggressionsausbruch heraufbeschwört. Meist genügt bereits das Verlassen des Zimmers.

Werden die eigenen Bedürfnisse etwas zurückgeschraubt, lassen sich Aggressionen besiegen, zumindest teilweise. Spezielle Techniken, die Aggressionen abbauen, führen zu Entspannung. Tiefes und intensives Ein- und Ausatmen hat sich waehrend einer Krisensituation gut bewahrt. Anti-Aggressionskurse bieten weitere Methoden der Aggressionsbewaeltigung.

Das Sprichwort „Übung macht den Meister“ trifft auch auf Wut abbauen und Aggressionen bewaeltigen zu. Das Erlernen von prosozialem Verhalten bedarf ein fortwaehrendes Übungsprogramm. Mögliche Rückschlaege sind normal und dürfen die Motivation nicht schmaelern.

Aggressionen mit einem Boxsack abbauen wird bereits von vielen Menschen durchgeführt. Waehrend des Eindreschens auf das Trainingsgeraet reduziert sich der aufgestaute aerger erheblich. Notfalls genügt ein Kissen, auf das eingeschlagen wird.

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